WM 2026>

Christoph Kramer ändert seine Meinung über einen WM-Star

Kramer leistet Abbitte bei Bellingham

Christoph Kramer war von Jude Bellingham nicht immer überzeugt. Bei der WM wird der einstige Kritiker aber geradezu zum Fan.
Dem Team von Thomas Tuchel fällt gegen Panama lange Zeit nichts ein, bis schließlich ein Doppelschlag die Erlösung bringt. Zudem schießt sich Harry Kane mit seinem Treffer zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands.
Christoph Kramer war von Jude Bellingham nicht immer überzeugt. Bei der WM wird der einstige Kritiker aber geradezu zum Fan.

Jude Bellingham spielt bei der Weltmeisterschaft groß auf. Auch im dritten Vorrundenspiel gegen Panama (2:0) glänzte der englische Nationalspieler wieder – und überzeugte mit Christoph Kramer so auch einen ehemaligen Kritiker.

„Ich habe ihn in der Vergangenheit häufig kritisiert. Ich muss aber wirklich sagen: Er ist momentan der Unterschiedsspieler, der er immer sein sollte“, befand der TV-Experte des ZDF.

Bellingham hatte gegen den Underdog den erlösenden ersten Treffer erzielt und auch Harry Kanes Rekordtor aufgelegt.

Viel Lob für Bellingham – nicht nur von Kramer

„Nicht nur wegen Tor und Vorlage“, habe er ihn nun überzeugt, sagte Kramer: „Er spielt super intensiv, hat so viele richtige Entscheidungen, so viel Power. Es gibt wenige Spieler, die so viel Spielverständnis mit Rhythmus und Power paaren können.“

Vor ziemlich genau zwei Jahren hatte Kramer noch ganz andere Töne angeschlagen und Bellingham scharf kritisiert.

Die englischen Experten schwärmten derweil von der Vorstellung des Stars von Real Madrid. Spieler von Bellinghams Klasse „müssen diese Magie liefern“, befand Alan Shearer bei BBC Radio 5: „Sie müssen einem etwas bieten, wenn man es am wenigsten erwartet.“

Ähnlich äußerte sich auch der ehemalige englische Nationaltorhüter Matt Upson: „Man verlässt sich darauf, dass die Starspieler oder kreativen Spieler etwas zustande bringen, und England hat das getan.“ In der englischen Presse jubelte die Daily Mail: „Saved by the Bell“, eine Anspielung auf Bellinghams Namen.

Einzig Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel gab sich recht nüchtern: „Gute Leistung, ich bin froh, dass Bellingham in dieser Form ist, und jeder hat getan, was er tun musste – und Jude hatte einen großen Anteil daran.“