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"Der magische Spieler": Olise weckt Frankreich auf

„Magischer Spieler“ weckt Frankreich

Michael Olise überzeugt bei seinem ersten WM-Spiel. Der Offensivspieler des FC Bayern sorgt speziell in der zweiten Halbzeit für Furore und erhält dafür viel Lob - auch von Thomas Müller.
Kylian Mbappé erlöst nach starker Vorarbeit von Bayerns Michael Olise die Franzosen im ersten WM-Spiel. Das Offensivduo sorgt dabei für den ersten Glanzmoment Frankreichs bei dieser WM.
Michael Olise überzeugt bei seinem ersten WM-Spiel. Der Offensivspieler des FC Bayern sorgt speziell in der zweiten Halbzeit für Furore und erhält dafür viel Lob - auch von Thomas Müller.

Zwei Tore erzielte Kylian Mbappé bei Frankreichs 3:1-Auftaktsieg gegen Senegal – und dennoch war es am Ende nicht der Torjäger von Real Madrid, der sich die Auszeichnung als „Man of the Match“ schnappte. Stattdessen ging die Ehrung an Michael Olise, der in seinem ersten WM-Spiel eindrucksvoll an seine grandiose Saison beim FC Bayern anknüpfte.

Vor allem mit einer Szene: In der 66. Minute knackte Olise mit einem perfekt getimten Flachpass das Bollwerk der Afrikaner. Sein Zuspiel fand am ersten Pfosten Mbappé, der die Vorlage des FCB-Stars eiskalt in der langen Ecke zur 1:0-Führung verwertete.

„Frankreich hat zwei Ungeheuer“, titelte die spanische AS nach dem Spiel und hob damit die Bedeutung Olises und Mbappés hervor. Olises Leistungssteigerung nach der Pause war dabei auch das Resultat eines taktischen Kniffs von Nationaltrainer Didier Deschamps, der den 24-Jährigen in Halbzeit zwei mehr im Zentrum hinter Mbappé agieren ließ.

WM: Olise weckt Frankreich auf

„Je mehr er den Ball berührt, desto besser“, erklärte Deschamps nach der Partie seine Umstellung. Olise habe entscheidend dazu beigetragen, die Mannschaftsteile miteinander zu verbinden: „Wenn Michael auf dem rechten Flügel spielt, hat er die Fähigkeit, durchzubrechen, aber wenn er sich zwischen Abwehr und Mittelfeld positionieren kann, ermöglicht uns seine Passgenauigkeit, unsere Angreifer zu finden.“

Auch die französischen Medien zeigten sich beeindruckt von Olise. L’Équipe lobte: „Als er in der zweiten Halbzeit auf die Zehnerposition wechselte, blühte er richtig auf. Von da an lieferte er eine wahre Flut präziser Pässe ab, darunter den entscheidenden Pass, der zu Mbappés Führungstreffer führte.“

„Angeführt von Olise“ sei Frankreich nach einer Phase der Langeweile schließlich „aufgewacht“, hieß es bei Le Parisien.

Müller fällt klares Urteil zu Olise

Insgesamt spielte Olise vier Schlüsselpässe, bereitete zwei Großchancen vor und kam auf eine Passquote von 89 Prozent. Zudem gewann der Angreifer 67 Prozent seiner Zweikämpfe.

Ex-Teamkollege Thomas Müller setzte bei MagentaTV daher einmal mehr zu einer Lobeshymne an: „Er ist aktuell der magische Spieler. Er ist aktuell das Zünglein an der Waage. Überrascht jetzt nicht, ist aber schön zu sehen. Verdient ‚Man of the Match‘, auch ohne Tor.“

In der abgelaufenen Saison hatte Olise 22 Tore und 31 Assists für den FC Bayern beigesteuert. Mit der Nationalmannschaft peilt der Linksfuß den dritten Weltmeistertitel Frankreichs an.