Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat mit Nachdruck vor einer zu hohen Belastung für Profifußballer gewarnt.
Deschamps warnt: "Burnout-Gefahr ist nicht wegzudiskutieren"
Deschamps warnt vor Burnout-Gefahr
„Die Alarmglocken läuten seit Längerem. Der Kalender war für einen Top-Spieler schon immer überladen, jetzt kommen noch mehr Partien dazu. Allein an der WM nehmen 48 Mannschaften teil, es gibt zusätzliche Wettbewerbe wie die Klub-Weltmeisterschaft“, sagte er der Welt am Sonntag: „Die Gefahr eines Burnouts ist deshalb nicht wegzudiskutieren.“
Bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sind erstmals 48 Mannschaften dabei, FIFA-Präsident Gianni Infantino liebäugelt aber bereits mit einer weiteren Erhöhung der Teilnehmerzahl.
WM: Deschamps sieht Erholungsphasen zu kurz
Auch auf Vereinsebene stieg die Belastung: Durch die Reform der Champions League kamen weitere Spiele hinzu, auch die Klub-WM im vergangenen Sommer war für zahlreiche Spieler intensiv.
„Die Erholungsphasen für die Spieler werden kürzer, aber auch die Vorbereitungsphasen auf ein Turnier“, sagte Deschamps: „Mittlerweile kann man berechnen, wie es um die körperliche Müdigkeit eines Spielers bestellt ist. Was aber nicht messbar ist: Wie geht es der Psyche eines Spielers? Und die spielt eine wichtige Rolle im Fußball.“
Vizeweltmeister Frankreich startet am Dienstag (ab 21.00 Uhr im LIVETICKER) gegen Senegal in die WM. Das Team mit den Offensivstars Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé gehört zu den Top-Favoriten auf den Titel.