WM 2026>

DFB-Training: Nagelsmann spielt den Ersatz-Neuer

Nagelsmann spielt den Ersatz-Neuer

Manuel Neuer und Co. guckten nicht schlecht. Zwei Tage vor dem Duell mit der Elfenbeinküste stellte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann selbst ins Tor.
Nach dem absoluten Traumstart der DFB-Elf bei der WM lobt Magenta-Experte Thomas Müller die Truppe von Nagelsmann in den höchsten Tönen.
Manuel Neuer und Co. guckten nicht schlecht. Zwei Tage vor dem Duell mit der Elfenbeinküste stellte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann selbst ins Tor.

Da staunten Manuel Neuer und Co. nicht schlecht: Als sich die deutschen Torhüter gerade auf das zweite WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) vorbereiten wollten, machte ihnen plötzlich der Bundestrainer höchstpersönlich ihren Platz streitig. Julian Nagelsmann stellte sich zwischen die Pfosten, hielt ein paar Bälle von Torwartcoach Andreas Kronenberg – und zeigte durchaus Talent. Dabei hat Nagelsmann einst Innenverteidiger gelernt.

Am Samstag (ab 22.00 Uhr im LIVETICKER) wird dann aber selbstverständlich wieder Rückkehrer Neuer im Kasten stehen – und mal wieder einen Rekord aufstellen. Mit seinem dann 21. WM-Einsatz löst der Kapitän des FC Bayern (40) den Franzosen Hugo Lloris als WM-Rekordtorhüter ab.

Neuer erwartet gegen die Afrikaner wesentlich mehr Arbeit als zum Start gegen Curacao (7:1). „Wir müssen immer hellwach sein“, sagte Kapitän Joshua Kimmich und warnte vor den schnellen Kontern des Leipziger Yan Diomande und seiner Kollegen: „Wenn du den Raum hinter dir mit 50, 60 Metern verteidigen musst und im Kopf nicht hellwach bist, kann es unangenehm werden im Wettrennen.“

WM: Erreicht Deutschland vorzeitig die K.o.-Runde?

Umso konzentrierter ließ Nagelsmann im Spry Soccer Stadium in Winston-Salem üben – am Donnerstag auf einem Nebenplatz, um den Rasen auf dem zuvor bespielten Grün zu schonen. Am Freitag (10.00 Uhr) soll es wieder auf den Hauptplatz gehen, wenn die Abschlusseinheit auf dem Programm steht. Am Nachmittag (15.00 Uhr) geht es im FIFA-Charterflieger vom Smith Reynolds Airport nach Toronto, wo die DFB-Elf im Delta Hotel logieren wird.

Ein weiterer Sieg wäre gleichbedeutend mit der Qualifikation für die K.o.-Runde. Dass der viermalige Weltmeister dort als Gruppensieger bereits im Achtelfinale auf Topfavorit Frankreich treffen könnte, soll gegen die Elfenbeinküste keine Rolle spielen.

„Wir wollen Erster werden und uns auch nach der Gruppenphase behaupten“, sagte Sportdirektor Rudi Völler, der Turnierbaum sei da egal.