Es lief die 50. Minute in San Francisco, als Österreich ein folgenschwerer Fehler unterlief: Xaver Schlager leistete sich einen bitteren Ballverlust, Jordanien schaltete sofort um.
"Ein Stück WM-Geschichte": Historischer Treffer schockt Österreich
Historisches Tor schockt Österreich
Ali Olwan dribbelte daraufhin über die linke Seite in den Strafraum, wurde von der österreichischen Defensive kaum attackiert und überraschte schließlich alle mit seinem Abschluss: Aus rund zwölf Metern schlenzte er den Ball mithilfe des rechten Innenpfostens halbhoch ins lange Eck zum 1:1.
WM: Besonderer Jubel nach historischem Tor
Das Ausgleichstor im WM-Spiel gegen Österreich (1:3) hatte historische Bedeutung: Es war das erste Tor Jordaniens bei einer WM. „Das ist mehr als ein Treffer. Das ist ein Stück WM-Geschichte für Jordanien“, rief ZDF-Kommentator Gari Paubandt.
Wenig überraschend zog der Treffer grenzenlosen Jubel nach sich – und eine Andacht: Olwan zückte das Trikot mit der Nummer 11 und hielt es in die Kameras. Damit erinnerte der Torschütze an den am Kreuzband verletzten Yazan Al-Naimat, der nicht rechtzeitig für das Turnier fit geworden war und diese Nummer sonst trägt.
In Abwesenheit von Al-Naimat war der 26-jährige Olwan bereits in der Qualifikation zum entscheidenden Mann Jordaniens avanciert, als er Anfang Juni beim 3:0 gegen den Oman alle drei Treffer selbst erzielt und sein Land so zur WM geführt hatte.
Österreich lässt gegen Jordanien nach
Romano Schmid brachte die Alpenrepublik zuvor in der 21. Minute in Führung. Österreich kontrollierte über weite Strecken der ersten Halbzeit das Spielgeschehen.
Dennoch kamen die Jordanier immer wieder zu gefährlichen Aktionen, intensivierten den Druck in der zweiten Halbzeit und belohnten sich schließlich mit dem vielumjubelten Ausgleich.
In der 76. Spielminute unterlief Yazan Al-Arab allerdings ein Eigentor. Marko Arnautovic machte per Handelfmeter (90.+12) den Deckel drauf: Österreich feierte den ersten WM-Sieg seit 36 Jahren.