WM 2026>

England-Idol: Kane "ist zu gut für die Bundesliga"

Kane „zu gut für die Bundesliga“

Michael Owen revidiert mit Blick auf Harry Kane seine ursprüngliche Meinung. Seinem Wechsel zum FC Bayern trauert er immer noch nach.
Harry Kane überflügelt Gary Lineker und ist nun der erfolgreichste Angreifer der englischen WM-Historie. Bei seinem Tor gegen Panama fällt ein kurioses Detail auf.
Michael Owen revidiert mit Blick auf Harry Kane seine ursprüngliche Meinung. Seinem Wechsel zum FC Bayern trauert er immer noch nach.

Der ehemalige englische Nationalstürmer Michael Owen hat im Zusammenhang mit Harry Kane seine früheren Ansichten geradegerückt.

„Je älter ich werde, desto mehr wird mir bewusst, dass ich mich in Bezug auf Stürmer geirrt habe – und Harry Kane ist ein Beispiel dafür, warum ich meine Meinung geändert habe“, schrieb Owen in einer Kolumne für die Daily Mail.

Kane? „Der beste Stürmer, den England je hatte“

Früher habe er gedacht, dass die großen Torjäger einfach so geboren werden. „Das mag angesichts all dessen, was Harry erreicht hat, vielleicht lächerlich klingen, aber ich glaube nicht, dass er dazu bestimmt war, der Spieler zu werden, der er heute ist. Das ist – mehr als alles andere – der Grund, warum ich ihn so schätze. Deshalb bezeichne ich ihn ohne zu zögern als den besten Stürmer, den England je hatte.“

Kane traf beim Turnier bereits dreimal. Mit nun elf Treffern löste der 32-Jährige Gary Lineker als Englands besten Torjäger bei WM-Endrunden ab.

„Harrys größte Begabung ist nicht physischer Natur, sondern mentaler“, schilderte Owen, der selbst in 89 Länderspielen für die Three Lions 40 Treffer erzielte. Kane habe eine ähnliche Mentalität wie Alan Shearer. „Unerbittlich. Besessen. Vollkommen davon überzeugt, dass sie besser als alle anderen werden, wenn sie härter arbeiten als alle anderen.“

Owen: „Kane hat Nerven aus Stahl“

Währen Stars wie Lionel Messi oder auch Kylian Mbappé Dinge machen, die einen vor Begeisterung von den Sitzen reißen, zeichnet sich Kane für Owen durch seine Abschlussstärke aus: „Harry war für mich nie so ein Spieler – und doch ist er zweifellos der beste Torjäger im Weltfußball.“

Und Owen zog den Hut vor Kanes Einstellung. „Er hat Nerven aus Stahl. Ich bewundere seine Zielstrebigkeit. Ich bewundere seine Ausdauer. Ich bewundere, dass er sich nie verletzt. Und ich bewundere, dass sein Spiel immer besser geworden ist. Selbst mit 32 denkt er nicht daran, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen.“

Owen nimmt Kane Wechsel zum FC Bayern übel

Nur den Wechsel vor drei Jahren von Tottenham Hotspur zum FC Bayern nimmt ihm der frühere England-Star nach wie vor übel.

„Wenn ich etwas zu meckern habe an Harry, dann ist es sein Wechsel zum FC Bayern München. Das habe ich schon damals gesagt, und daran hat sich nichts geändert“, sagte der einstige Liverpool- und United-Profi.

Owen verstehe zwar die Vorteile, „und England wird das hoffentlich in den nächsten Wochen erkennen. Sein Spiel als Allrounder ist so ausgereift – die Art, wie er sich ins Mittelfeld fallen lässt, Angriffe einleitet und sie auch erfolgreich abschließt. Aber was seine Karriere angeht, ist er zu gut für die Bundesliga.“

In der Bundesliga Titel mit Bayern zu gewinnen habe seine Größe niemals definiert, denn der FC Bayern triumphiere fast immer, argumentierte Owen. „Hätte der FC Bayern die Champions League gewonnen, würden wir das vielleicht anders sehen, aber das ist nicht der Fall.“

Owen sei nach wie vor der Meinung, „dass es die größere Leistung gewesen wäre, der Rekordtorschütze der Premier League zu werden. Das hätte er verdient gehabt.“