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WM 2026: WM-Team setzt Zeichen gegen Spaltung

WM-Team setzt Zeichen gegen Spaltung

Mehrere Nationalspieler Australiens schildern ihre Herkunftsgeschichten. Das Team reagiert damit auf die aufgeheizten Migrationsdebatten.
Mehrere Nationalspieler Australiens schildern ihre Herkunftsgeschichten. Das Team reagiert damit auf die aufgeheizten Migrationsdebatten.

Australiens Fußball-Nationalspieler um Jackson Irvine haben sich vor ihrem Auftakt mit einer wachsenden fremdenfeindlichen Stimmung auseinandergesetzt – und den Stolz auf ihre Herkunft betont. In einem am Freitag veröffentlichten Video sprechen die Socceroos über ihre Wurzeln. Die Botschaft von St. Paulis Kapitän Irvine: „Egal, woher man kommt, Fußball ist für alle da.“

Australien setzt Zeichen

Awer Mabil, Flügelspieler bei CD Castellón in Spanien, sagt zu Beginn des Videos: „Ich wurde im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia geboren. Meine Eltern stammen aus dem Südsudan.“ Verteidiger Lucas Herrington, der simbabwische Wurzeln hat, „wurde in Brisbane, Australien, geboren“. Außenverteidiger Aziz Behich fügt hinzu: „Meine Familie ist aus Zypern eingewandert.“ Jason Geria, der ugandische Wurzeln hat, sagt, er sei in Australien geboren.

Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada findet auch unter dem Eindruck der aggressiven Abschiedepolitik des US-Präsidenten Donald Trump statt. Vor allem das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE sorgt seit Monaten für Kritik. Auch in Australien sind rechtspopulistische Kräfte im Aufwind.

Beau Busch, Geschäftsführer der australischen Spielergewerkschaft PFA, lobte die Haltung der Profis: „In einer Zeit, in der manche versuchen, uns zu spalten und die Zugehörigkeit infrage zu stellen, sind die Socceroos ein starkes Beispiel dafür, wer wir als Nation und als Australier wirklich sind.“

Kurz vor der WM 2022 hatten die Australier die Menschenrechtsverletzungen im Gastgeberland Katar in einem Video direkt benannt und kritisiert. Diesmal bezogen Irvine und seine Teamkollegen im Allgemeinen Stellung.

Australien startet am Sonntag (6.00 Uhr MEZ/MagentaTV) im kanadischen Vancouver gegen die Türkei in das Turnier. Weitere Gegner in Gruppe D sind die Co-Gastgeber USA und Paraguay.