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WM: Aufreger um Messi - Hätte er hier fliegen müssen?

Große Aufregung um Messi-Szene

Lionel Messi war mit seinem Dreierpack der überragende Mann bei Argentiniens 3:0 gegen Algerien. In einer Szene hatte der Superstar aber auch mächtig Glück.
Magenta-Kommentator Jonas Friedrich findet lobende Worte für Lionel Messi. Sogar das Wort Messias hält er für angemessen.
Lars Hinzberg
Lionel Messi war mit seinem Dreierpack der überragende Mann bei Argentiniens 3:0 gegen Algerien. In einer Szene hatte der Superstar aber auch mächtig Glück.

Es war wieder einmal Lionel Messi, der nach Argentiniens souveränem Auftaktsieg die Schlagzeilen bestimmte. Mit 3:0 startet der Weltmeister gegen Algerien ins Turnier und der 38 Jahre alte Messi beeindruckte abermals mit einer Weltklasse-Vorstellung. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, sorgt aber nicht nur in Algerien für Diskussionen.

Nach 17 Minuten brachte der achtmalige Weltfußballer die Albiceleste in Führung, nach 31 Minuten passierte dann jedoch der große Aufreger: Im Zweikampf mit Algeriens Kapitän Aissa Mandi kam Messi nicht an den Ball und trat seinem Gegner mit offener Sohle auf die Wade. Schiedsrichter Szymon Marciniak beließ es bei einer mündlichen Ermahnung.

Schiedsrichter Szymon Marciniak beließ es bei einer mündlichen Ermahnung. Auch der VAR griff nicht ein oder bat Marciniak darum, sich die Szene noch einmal anzuschauen.

Keine Rote Karte: Schiedsrichter im Fokus

ARD-Experte Thomas Hitzelsperger war mit der Entscheidung nicht einverstanden: „Das ist mindestens eine Gelbe Karte. Da hat er deutlich überzogen, das war ein Tritt in die Wade, da hätte er schon Gelb verdient gehabt“, erklärte er während der Übertragung.

„Für mich ist das eine Rote Karte“ wurde nach der Partie Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich bei MagentaTV noch deutlicher: „Wir haben genügend Beispiele in der Bundesliga, wo das auch eine Rote Karte war.“ Er betonte, dass das sicher nicht absichtlich war, doch „regeltechnisch ist das eine Rote Karte“.

Bei den Wüstenfüchsen sorgte die Entscheidung durchaus für Ärger. Seine weiteren Treffer erzielte Argentiniens Nummer zehn in Minute 60 und 76 – nach dem Foul.

Rekordtorschütze: Messi zieht mit Klose gleich

In Erinnerung bleiben wird dieses Spiel aber vor allem wegen des sportlichen Gala-Auftritts des Argentiniers. Mit 38 Jahren ist er nun nicht nur der älteste Dreierpacker der WM-Geschichte.

Durch seine Treffer 14, 15 und 16 zog er auch mit dem ewigen WM-Rekordtorschützen Miroslav Klose gleich. Gut möglich also, dass Messi diese Marke im Turnierverlauf noch knacken wird.

Das Spiel war zugleich Einsatz Nummer 27 für ihn bei einer WM. Damit ist er auch der erste Spieler, der bei sechs Turnieren zum Einsatz kam. Mit einem Auftritt für Portugal könnte der ewige Rivale Cristiano Ronaldo in dieser Statistik noch gleichziehen.