Das Spiel hatte seinen Platz in den Geschichtsbüchern bereits sicher, doch die Japaner fügten beim 4:0 (2:0) über Tunesien noch ihre eigenen, ganz besonderen Fußnoten hinzu. Vier Tore in einer WM-Partie hatte kein asiatisches Team jemals zuvor geschossen, dazu traf Daichi Kamada (4.) in Monterrey so früh wie kein anderer Japaner bei einer Endrunde – und das im 1000. Spiel der Fußball-Weltmeisterschaften.
WM 2026: Japan stellt kontinentalen Rekord auf
Japan krönt Jubiläum mit Rekord
Die Blauen Samurai sind nicht nur auf dem Weg ins Sechzehntelfinale, sie mausern sich auch immer mehr zu einem Geheimtipp für (noch) größeren Taten. Schon beim 2:2 gegen die Niederlande hatte das Team um den Ex-Frankfurter Kamada überzeugt, zum Gruppenfinale gegen Schweden am Freitag (1.00 Uhr/MESZ) in Dallas reist Japan mit viel Selbstvertrauen.
Tunesien chancenlos: Japan vor weiterem historischen Erfolg?
Die verunsicherten Tunesier jedenfalls waren keine Gegner auf Augenhöhe für die technisch versierte Mannschaft. Kamada stellte früh die Weichen und löste Shinji Kagawa als schnellsten japanischen WM-Torschützen ab. Der frühere Dortmunder hatte 2018 gegen Kolumbien nach sechs Minuten getroffen.
Zum Spieler des Spiels avancierte allerdings Stürmer Ayase Ueda, der zwei Tore erzielte (31., 84.), den Treffer von Junya Ito (69.) auflegte und damit ebenfalls bisher Einzigartiges im japanischen Fußball vollbrachte: Einen WM-Doppelpack hatte noch kein anderer „Samurai“ erzielt, geschweige denn drei Scorerpunkte in einer einzigen Partie.
Viermal standen die Japaner bislang im Achtelfinale einer WM (2002, 2010, 2018 und 2022), darüber hinaus ging es nie. Die Qualität für weitere historische Leistungen, das bewiesen die beiden ersten Gruppenspiele, besitzt die Mannschaft von Trainer Hajime Mariyasu durchaus.