Stefan Effenberg hat Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu personellen Umstellungen geraten. Der SPORT1-Experte plädierte für einen Einsatz von Deniz Undav, an der Position von Joshua Kimmich würde er derweil nichts ändern.
Im Doppelpass: Effenberg rät Nagelsmann zu Umstellungen bei WM
DFB-Startelf? Das rät Effenberg
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass es gegen Ecuador Wechsel gibt“, erklärte Effenberg im FIROCKX.ONE WM Doppelpass mit Blick auf den letzten Vorrundengegner der DFB-Auswahl: „Ich glaube, dass Undav spielen wird, aber eher an der Stelle von Musiala, auf der Position hinter Havertz.“
Effenberg erwartet also, dass Jamal Musiala auf der Bank Platz nehmen muss, denn Stürmer Kai Havertz werde Nagelsmann „nicht auf die Außenbahn schieben“.
Doppelpass-Experten bei Kimmich nicht einer Meinung
Deutschland hatte sich am Vortag dank eines Doppelpacks von Joker Undav mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste durchgesetzt und so den Gruppensieg eingefahren.
Wie Effenberg sprach sich auch der Ex-Nationalspieler Olaf Thon für einen Startelfeinsatz Undavs aus: Dieser müsse „auf jeden Fall von Anfang an spielen“. Anders als Effenberg würde Thon aber Havertz gerne auf dem rechten Flügel sehen.
Einigkeit herrschte im Doppelpass derweil auch beim Blick auf Kimmich und die Position des Rechtsverteidigers nicht.
Während Effenberg dessen Rolle nicht verändern würde, brachte Thon eine mögliche Alternative ins Spiel: „Malick Thiaw wäre eine Möglichkeit auf der rechten Seite, da er über 35 km/h laufen kann. Kimmich finde ich besser auf der Sechs neben Nmecha.“
Nagelsmann? „Zu viele Wechsel sollte er nicht machen“
Das Gegentor beim 1:2 war über Kimmichs rechte Seite gefallen, im Duell mit Yan Diomande wies der DFB-Kapitän erkennbare Geschwindigkeitsdefizite auf. „Wir müssen defensiver stehen und dann über außen doppelt decken können“, urteilte Thon.
Während also sowohl Effenberg als auch Thon zu Veränderungen in der DFB-Elf rieten, sprach Ersterer auch eine leise Warnung an Nagelsmann aus: „Zu viele Wechsel sollte er auch nicht machen. Nicht, dass er denkt, wir sind jetzt qualifiziert, da kann jetzt nichts mehr passieren. Vielleicht an zwei oder drei Stellen etwas verändern, aber nicht zu viel.“