WM 2026>

Manuel Neuer erzählt seine Seite der Geschichte

Neuer erklärt: So lief das Comeback

Manuel Neuer spricht über den Ablauf seiner Rückkehr ins DFB-Team und seine Pläne für die Zeit nach der WM.
Manuel Neuer erklärt auf der DFB-PK seinen Rücktritt vom Rücktritt. Der Torhüter offenbart ebenso, dass er "zwei Jahre Nationalelf nicht durchgestanden hätte".
Manuel Neuer spricht über den Ablauf seiner Rückkehr ins DFB-Team und seine Pläne für die Zeit nach der WM.

Mit seinem DFB-Comeback hat Manuel Neuer vor der WM die Schlagzeilen bestimmt. Nun hat der Torhüter des FC Bayern Details enthüllt, wie es zu der Entscheidung kam.

„Grundsätzlich bin ich mit vielen Ex-Trainern im Austausch. Ich habe ja auch ein gewisses Alter, wo man ganz normal miteinander kommuniziert und da auch kein Hintergedanke eine Rolle spielt“, sagte Neuer auf der DFB-PK am Donnerstag auf SPORT1-Nachfrage.

Neuer spricht über Austausch mit Nagelsmann

Rund um die Länderspiele Ende März habe es dann Kontakt zum Bundestrainer Julian Nagelsmann gegeben. Neuer laborierte zu dieser Zeit allerdings an einem Muskelfaserriss.

„Wir haben uns ausgetauscht, wie ich mich fühle, ob ich auch regelmäßig trainiere, ob ich Pausen machen muss. Ob ich für ein Turnier auch fähig bin, das durchzuspielen und das auch leisten kann“, erklärte Neuer.

Neuer kann Zeitpunkt „gar nicht benennen“

Einen „gewissen Zeitpunkt“ für die Kehrtwende könne er „gar nicht benennen“, so Neuer: „Das hat sich einfach so entwickelt. Das hat auch mit meiner Leistung zu tun, nachdem ich aus der Verletzung zurückgekommen bin.“

Nach der Heim-EM 2024 hatte der Weltmeister von 2014 seinen Rücktritt aus der DFB-Auswahl verkündet. „Es ist so, dass ich aus gutem Grund zurückgetreten bin 2024 und wir eine tolle Heim-Europameisterschaft gespielt haben“, betonte Neuer. Er habe „auch für mich die richtige Entscheidung getroffen“.

Neuer berichtet von Gespräch mit Baumann

Für die WM holte ihn Bundestrainer Nagelsmann aber überraschend zurück. Das sei für Neuer „ein Geschenk“.

Zu Oliver Baumann, der vor WM-Beginn zur Nummer zwei degradiert wurde, habe Neuer „ein sehr gutes Verhältnis“. Er berichtete zudem von einem langen Gespräch mit dem Schlussmann der TSG Hoffenheim zu Beginn der WM-Vorbereitung in Herzogenaurach. „Wir haben da offene Worte gefunden“, sagte Neuer.

Bezüglich seiner Wadenprobleme zog der 40-Jährige den Vergleich zu 2014, als er vor dem Turnier ebenfalls angeschlagen gewesen war. Jetzt habe er viel mehr Zeit gehabt, um beim ersten Spiel zwischen den Pfosten zu stehen, sagte Neuer. Er hoffe, dass „jetzt nichts mehr passiert und ich das Turnier durchspielen kann“.

Anschließend plant er jedoch seinen erneuten Abschied vom DFB-Team. „Für mich steht es im Prinzip fest, dass es mein letztes Turnier ist. Ich habe jetzt nicht vor, in zwei Jahren bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen“, sagte er.

Neuer lässt Hintertür offen

Ein kleines Hintertürchen ließ sich Neuer für die Zeit nach der WM aber offen, auch wenn er einräumte, dass die zwei Jahre seit der EURO „eine zu hohe Belastung für mich gewesen“ wären.

Neuer hatte bis zuletzt immer wieder mit Wadenproblemen zu kämpfen. „Ich möchte mich dahingehend auch mit nichts mehr in diese Richtung beschäftigen, weil ich nach vorne schaue und mich auf alle Spiele freue. Ich denke nicht an irgendeinen Abschied von einem besonderen Trikot.“

Mit seinem dann 21. Einsatz löst der Kapitän des FC Bayern im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) am Samstag (22.00 Uhr im LIVETICKER) in Toronto den Franzosen Hugo Lloris als WM-Rekordtorhüter ab.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)