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Iran-Kapitän Taremi vermisst WM-Gefühl

Iran-Kapitän vermisst WM-Gefühl

Das "Team Melli" startet am Montag in die WM - um das Sportliche geht es im Vorfeld aber kaum.
Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA schlagen sich auch auf das WM-Turnier nieder. Für die Nationalmannschaft aus dem Nahen Osten stellen sich einige Probleme für den Turnierverlauf ein.
Das "Team Melli" startet am Montag in die WM - um das Sportliche geht es im Vorfeld aber kaum.

Für Irans Kapitän Mehdi Taremi wird die Vorfreude auf die Fußball-WM durch die außergewöhnlichen politischen Umstände rund um seine Mannschaft getrübt. „Natürlich haben wir nicht dasselbe, schöne Erlebnis wie bei vorherigen Weltmeisterschaften“, sagte der Angreifer am Tag vor dem WM-Auftakt am Montag (18.00 Uhr Ortszeit im LIVETICKER) gegen Neuseeland in Los Angeles.

Vor rund 100 Journalisten aus aller Welt nahm Taremi mit Blick auf die Reiserestriktionen auch für Fans den Weltverband FIFA in die Pflicht. „Das untergräbt die Botschaft der FIFA, wonach Fußball Frieden schafft. Ich hoffe, dass sich das in der Zukunft für alle Mannschaften und ihre Fans wieder verändern wird.“

Journalisten sollen keine politischen Fragen stellen

Wenige Stunden nach dem durch US-Präsident Donald Trump verkündeten Friedensschluss zwischen dem Hauptgastgeber und dem Iran hielt die FIFA die Journalisten dazu an, keine politischen Fragen zu stellen – um das Sportliche ging es im Bauch des gigantischen Stadions in Los Angeles aber trotzdem nicht. Auch wenn Irans Trainer Ali Ghalenoei fast gequält klarstellte: „Wir sind hier, um Fußball zu spielen. Wir sind keine politischen Figuren.“

Doch die Iraner stehen vor einer komplizierten WM. Angesichts des nun offenbar beendeten Krieges mit den USA hatte es lange Zweifel an der Teilnahme des dreimaligen Asienmeisters gegeben. 15 Delegationsmitgliedern wurde kein Visum erteilt. Und das Teamquartier musste kurzfristig ins mexikanische Tijuana verlegt werden.

„Das hat uns natürlich beeinflusst“, sagte Ghalenoei, der anfügte: „Wir sind spät angekommen und hatten nicht genug Zeit, um uns vorzubereiten. Das spielt natürlich eine Rolle.“