Die Diskussionen um einen möglichen Startelf-Einsatz von Jamal Musiala zum WM-Auftakt von Deutschland gegen Curacao (ab 19 Uhr im LIVETICKER) gehen in die nächste Runde.
Wegen Musiala: Klopp wehrt sich gegen Kritik
Klopp reagiert auf Kritik
Nachdem unter anderem Lothar Matthäus die beiden TV-Experten Jürgen Klopp und Thomas Müller für ihre Aussage, dass Undav zunächst vor Musiala stehe, kritisiert hatte, ging Klopp nun auf diese Kritik ein – und erklärte sich.
„Es ist an uns herangetragen worden, dass es ein bisschen diskutiert wurde. Ich habe in meinem Leben seit 25 Jahren in leitender Funktion mit Menschen zu tun. Und es ist schon wichtig, was man sagt, aber viel wichtiger ist, was derjenige, dem man es sagt, versteht“, sagte Klopp in seiner Rolle als Experte bei Magenta TV.
Anschließend holte er weiter aus: „Und offensichtlich gab es ein paar Missverständnisse – das müssen wir einfach mal klarstellen. Wir wurden gebeten, eine Aufstellung zu machen. Wir wollten einfach aufzeigen: Es gibt auch noch Möglichkeiten, die muss es ja auch geben.“
WM: Klopp äußert sich erneut zu Musiala
So hätten er und Müller auch andere Personalien wie zum Beispiel Raum oder Brown, Nmecha oder Goretzka und eben auch Undav oder Wirtz oder Musiala besprochen.
Dann stellte Klopp klar: „Und natürlich wollen wir alle, dass Musiala spielt, aber er wird nicht alle Spiele von der ersten bis zur letzten Minute machen können. Er soll sich entwickeln.“
„Das war Null Komma Null als Kritik gemeint. Wen sollen wir kritisieren? Die haben noch gar nicht gespielt. Weder den Trainer noch die Mannschaft. Und schon gar nicht Musiala, den jeder liebt, wir eingeschlossen“, sagte der ehemalige Trainer des FC Liverpool deutlich.
„Wir wollen, dass der Junge wieder ganz schnell das Gefühl für sich selber bekommt, dass er sich alles zutraut“, erklärte Klopp: „Und das ist natürlich im Moment nicht der Fall. Dazu hat er zu wenige Spiele gehabt.“
Matthäus kritisierte Klopp
Matthäus hatte zuvor in der BILD sein Unverständnis über die Aussage von Klopp geäußert: „Ich habe mich sehr gewundert, als ich gesehen habe, dass Jürgen Klopp und Thomas Müller dazu geraten haben, Deniz Undav statt Jamal Musiala im Auftaktspiel spielen zu lassen. Ich akzeptiere ihre Meinung, möchte es aber so nicht stehen lassen.“
„Da fehlt mir das Feingefühl“, monierte Matthäus: „Gerade Jürgen Klopp sollte es eigentlich wissen. Um eine erfolgreiche WM zu spielen, braucht Deutschland die Qualität eines Musiala. Darum muss man ihm nun Vertrauen und die Spielzeit geben.“
Der ehemalige Trainer des FC Liverpool hatte zuvor in seiner Rolle als Experte deutlich erklärt: „Wir haben Undav ins Spiel gebracht, denn er kann auf der 10 spielen.“