WM 2026>

Lahm: Kimmich muss ins Mittelfeld

Lahm fordert Umdenken bei Kimmich

Philipp Lahm sieht die Stärken von Joshua Kimmich auf der Sechs besser zur Geltung kommen. Für die rechte Seite hat er einen anderen Vorschlag.
Joshua Kimmich ist nach der Pleite gegen Ecuador eine viel diskutierte Personalie. SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger spricht in WM aktuell über die Rolle des Bayern-Profis. Muss Bundestrainer Julian Nagelsmann bei seinem Kapitän vielleicht doch nochmal umdenken?
Philipp Lahm sieht die Stärken von Joshua Kimmich auf der Sechs besser zur Geltung kommen. Für die rechte Seite hat er einen anderen Vorschlag.

Nach Lothar Matthäus wirbt der nächste Weltmeisterkapitän für eine sofortige Rückversetzung von Joshua Kimmich ins Mittelfeld der deutschen Fußball-Nationalmannschaft – die Diskussion gewinnt Fahrt.

„Aleksandar Pavlovic hat in diesem Turnier noch nicht wirklich überzeugt, ich erkenne unglaublich viele leichte Ballverluste“, schrieb Philipp Lahm in seiner WM-Kolumne für den kicker. „Er ist nicht optimal positioniert auf dem Feld. Ich sehe deshalb Joshua Kimmich im Mittelfeld.“

Kimmich? „Tut ihm keinen Gefallen damit“

Kimmich, bei Bundestrainer Julian Nagelsmann Kapitän und derzeit Rechtsverteidiger, habe „dort etwa zehn Jahre auf hohem Niveau gespielt, in der Nationalelf wie beim FC Bayern. Er würde der Mannschaft Stabilität geben, seine Stärken würden deutlich mehr sichtbar werden.“ Kimmich könne „der Defensive helfen, genau wie der Offensive mit seinen tiefen Pässen“.

An seine Seite passe derzeit Felix Nmecha besser, somit „müsste Pavlovic aus der Startelf weichen“, schrieb Lahm. Er schlug vor, den Dortmunder Waldemar Anton am Montag im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (ab 22.30 Uhr im LIVETICKER) in Foxborough hinten rechts aufzubieten: „Ob links Nathaniel Brown oder David Raum spielt, macht keinen großen Unterschied. Rechts hinten tut man jedoch Kimmich keinen Gefallen. Seine Stärken und Führungsqualitäten sind im Mittelfeld gefragt.“

Völler umgeht Kimmich-Frage

DFB-Sportdirektor Rudi Völler umdribbelte die Frage während seiner Pressekonferenz am Samstag. Kimmich sei „da, wo er spielt, ganz gut aufgestellt“, sagte er. Nagelsmann hat einen erneuten Positionswechsel bisher abgelehnt, nach der Niederlage gegen Ecuador (1:2) betonte er aber auch: „Im Fußball sollte man nichts ausschließen.“