Die erstaunliche Geschichte von Robert Lopes macht deutlich, wie wichtig es ist, Nachrichten sorgfältig zu checken. Selbst bei LinkedIn. Denn hätte er einst jene Nachricht, die ihm die Tür in Kap Verdes Fußball-Nationalteam öffnete, einfach weiter ignoriert, wäre ihm die WM-Sensation des Neulings gegen Spanien (0:0) womöglich verwehrt geblieben.
LinkedIn sei Dank: Ein kurioses WM-Märchen
Neuling schreibt WM-Märchen
Rückblick: Lopes, Spitzname „Pico“ und ehemaliger U19-Nationalspieler Irlands, arbeitete als Bankberater und spielte nur noch nebenbei Fußball. Erst 2017, als ihm die Shamrock Rovers aus Dublin eine Chance boten, wurde er Profi. Und plötzlich flatterte jene Nachricht in sein LinkedIn-Postfach, die seine Laufbahn dramatisch verändern sollte.
WM: Lopes ignorierte Anfrage zunächst
Das Problem? Die Anfrage des damaligen Trainers des kapverdischen Teams erreichte Lopes auf Portugiesisch, „eine Sprache, die ich damals nicht konnte“, wie er verriet. Er dachte an eine Spammail und ignorierte sie.
Neun Monate später erhielt Lopes eine weitere Nachricht, in der ihn Coach Rui Aguas nochmals anstupste, diesmal auf Englisch. Also übersetzte sich Lopes die vorherige. „Im Grunde hieß es dort: ‚Wir suchen neue Spieler für den Kader von Kap Verde. Hättest du Interesse, für Kap Verde zu spielen?'“
Er sagte sofort zu. 2019 spielte Lopes erstmals für das Heimatland seines Vaters. Schon die Qualifikation mit Kap Verde für eine WM glich einer Sensation. Gegen den Underdog fand der Europameister über die gesamte Partie kaum Lösungen.
Der Punktgewinn beim Debüt auf der größtmöglichen Bühne gegen Spanien toppte für Lopes nun alles – LinkedIn sei Dank.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)