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Löw hegt Zweifel an Deutschland: "Kimmich allein wird nicht reichen"

Löw hegt Zweifel am DFB-Team

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der WM 2026 einen überzeugenden Auftaktsieg gefeiert. Dennoch hegt Joachim Löw auch Zweifel an einem großen Wurf des DFB-Teams.
Deutschland fertigt Curacao ab. Während in der Offensive fast jeder Spieler traf, blieb der Auftritt eines Spielers glücklos. SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer fasst die Erkenntnisse aus dem deutschen Eröffnungsspiel zusammen.
Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der WM 2026 einen überzeugenden Auftaktsieg gefeiert. Dennoch hegt Joachim Löw auch Zweifel an einem großen Wurf des DFB-Teams.

Trotz des 7:1-Auftaktsiegs der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao glaubt Joachim Löw nicht, dass es bei der Weltmeisterschaft 2026 für den Titelgewinn reichen wird, sollte es keine weitere Leistungssteigerung geben. Das betonte der frühere Bundestrainer in der Live-Show „Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe“ auf TikTok. 

„Die Mannschaft hat viel Qualität, aber noch nicht die Stabilität, die es braucht, um Titel zu gewinnen“, sagte Löw. Zudem brauche es „Persönlichkeiten, wie wir sie 2014 hatten. Das muss sich in dieser Mannschaft jetzt erst einmal zeigen. Joshua Kimmich allein wird nicht reichen, oder Manuel Neuer. Wir brauchen schon noch ein paar mehr“, erklärte der 66-Jährige weiter: „Dann sind wir vielleicht stark genug.“  

Ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg sei für Löw auch die Konstanz, ein ganzes Spiel über die volle Distanz zu bestimmen. Das allerdings hätte die DFB-Auswahl zuletzt zu selten geschafft.

„Sie lässt häufig den Gegner ein bisschen zurückkommen. Wenn wir es hinbekommen, stabil zu sein, solche Widerstände zu überwinden und mehr Orientierung, mehr Klarheit über 90 Minuten zu zeigen, dann gehören wir zum Favoritenkreis“, bekräftigte der Weltmeister-Coach von 2014. 

Löw: „Die Mannschaft hat eine gute Entwicklung gemacht“

Generell sieht Löw das deutsche Team aber auf dem richtigen Kurs: „Die Mannschaft hat seit der EM 2024 eine gute Entwicklung gemacht“, schilderte er. „Wir waren ein paar Jahre nicht auf dem allerhöchsten Niveau. Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass wir wieder eine gute Idee haben, Dynamik, eine gewisse Kreativität. Und vor allem können wir spielerische Akzente setzen.“

Allerdings sollte der Erfolg gegen Curacao nicht überbewertet werden. „Man darf sich jetzt nicht im siebten Himmel wähnen. Das war sicher der leichteste Gegner bei dieser WM“, stellte Löw klar. Im weiteren Verlauf der Vorrunde trifft Deutschland noch auf die Elfenbeinküste und Ecuador.