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Karl-Aus? Müller bleibt gelassen: "Nicht von Einzelnen abhängig"

Karl-Aus? Müller bleibt gelassen

Der Weltmeister von 2014 Thomas Müller traut der deutschen Mannschaft auch ohne den Jungstar Lennart Karl viel zu und sieht Parallelen zum Turnier 2010.
Thomas Müller ist erstmals als Experte und nicht als Spieler bei der kommenden WM tätig. Dabei blickt der Weltmeister von 2014 teilweise kritisch auf die deutsche Mannschaft.
Der Weltmeister von 2014 Thomas Müller traut der deutschen Mannschaft auch ohne den Jungstar Lennart Karl viel zu und sieht Parallelen zum Turnier 2010.

Fußball-Weltmeister Thomas Müller traut der deutschen Nationalmannschaft bei der WM auch ohne den verletzt abgereisten Jungstar Lennart Karl viel zu und sieht Parallelen zu 2010.

„Für Lenny ist es bitter, aber wir in Deutschland waren selten und sind aktuell nicht von einem einzigen Spieler abhängig“, sagte der 36-Jährige bei einem Termin eines neuen Partners (superum) in München.

Mit dem Karl-Aus hätten sich die deutschen Erfolgsaussichten aus seiner Sicht „nicht großartig geändert“, ergänzte Müller. Er hätte den Teenager „gern gesehen“ auf der Weltbühne, „man hat gespürt, er ist dran, er darf vielleicht sogar starten, er ist quirlig, er bringt was in dieses Spiel, was wir gut gebrauchen können. Aber wir haben auch sehr, sehr viele andere gute Spieler. Gerade in der Offensive sind wir so variabel und jeder bringt unterschiedliche Fähigkeiten mit.“

Ouédraogo statt El Mala? „Absolut nachvollziehbar“

Dass Bundestrainer Julian Nagelsmann für Karl den Leipziger Assan Ouédraogo und nicht den Kölner Said El Mala nachnominierte, findet Müller „absolut okay und nachvollziehbar, so wie er es erklärt hat“.

Er könne aber auch verstehen, dass andere Beobachter „gerne diese Shooting-Stars und so ein bisschen diese Typen und vielleicht auch diese Podolski-Vibes“ gehabt und sich El Mala gewünscht hätten, meinte der frühere Bayern-Profi, der die WM vor Ort als Experte für MagentaTV begleiten wird.

Der deutschen Elf traut Müller viel zu, auch wenn „es für mich nicht schon danach schreit, dass das Finale gebucht ist“. Eher als an 2014 fühle er sich an 2010 erinnert. Wie damals beginne der Weg dieses Teams gerade erst. „Die letzten Wochen, Monate, Jahre waren eher eine Findungsphase“, nun biete sich „die Gelegenheit zu zeigen, dass der Weg trotzdem schon erfolgreich sein kann“. Sein Favorit aber sei Europameister Spanien.

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