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Thomas Müller reagiert auf Rudi Völlers Rüge

Müller reagiert auf Völlers Rüge

Thomas Müller reagiert auf die öffentliche Rüge von Rudi Völler. Der Ex-Weltmeister muss einige Punkte klarstellen, findet aber auch lobende Worte.
Thomas Müller reagiert auf die Rüge von Rudi Völler. Der TV-Experte zeigt für die Aktion des DFB-Sportdirektors Verständnis, will aber gleichzeitig auch etwas klarstellen.
Thomas Müller reagiert auf die öffentliche Rüge von Rudi Völler. Der Ex-Weltmeister muss einige Punkte klarstellen, findet aber auch lobende Worte.

Thomas Müller hat auf die öffentliche Rüge von Rudi Völler reagiert – und diese zumindest in Teilen zurückgewiesen. Der TV-Experte fand gleichzeitig verständnisvolle und lobende Worte für den Sportdirektor der deutschen Nationalmannschaft.

“Das Gespräch war insgesamt so ein bisschen unstrukturiert, das hat vielleicht bei dem ein oder anderen zu Interpretationsschwierigkeiten geführt“, sagte Müller bei MagentaTV zu der Unterhaltung mit Völler, die sich beim deutschen WM-Auftakt vor laufenden Kameras abgespielt hatte.

„Der hintere Teil war vom Rudi absolut nett gemeint“, befand der Weltmeister von 2014 weiter. Müller stellte klar, dass Völler lediglich Details aus einem privaten Gespräch, das in Mexiko City stattfand, wiedergegeben habe.

Müller über Völler: Bärenmutter gut, aber …

„Das hat er erzählt, als kleine Anekdote. Da haben wir zwei Stunden lang geplaudert, über sein Leben, über mein Leben, was ich so vorhabe“, führte Müller weiter aus. Er sei heilfroh um Ratschläge dieser Art.

Völler habe es aber „im Gesamtkontext nicht ganz geschafft, das zu trennen: Sein Verteidigen des DFB-Teams, die Bärenmutter, das fand ich eigentlich gut von ihm in seiner Rolle, dass er das mit den Komikern angemerkt hat. Das ist genau seine Aufgabe, das Gesamtgebilde zu schützen.“

Das Problem: „Ich weiß nicht, ob das bei uns so gut adressiert war, weil wir halt ein bisschen flachsen, während wir auch Fußballexpertise einbringen.“

Zur Erinnerung: Völler hatte Müller vor zwei Tagen geraten, einen Trainerschein zu machen, „um ein wenig mehr zu verstehen“. Der DFB-Funktionär hatte den Ex-Weltmeister und dessen TV-Kollegen Jürgen Klopp auch vielsagend vorgehalten, „mehr für die Komik zuständig“ zu sein.

Völlers Mahnung war eine – nach SPORT1-Informationen gezielte – Reaktion auf Klopps und Müllers vielkritisierte Witzelei über Julian Nagelsmann, dass dieser „noch“ Bundestrainer sei. Speziell Klopp – der seit längerem als möglicher Nachfolger Nagelsmanns im Fall einer missglückten WM heiß gehandelt wird – erntete dafür von diversen Expertenkollegen wie Lothar Matthäus, Bastian Schweinsteiger und Stefan Effenberg Kritik. Nach der öffentlichen Konfrontation mit Völler bat Klopp – der am Dienstag seinen 59. Geburtstag feiert und nicht an Müllers Seite im Einsatz war – Nagelsmann um Entschuldigung.

Böses Blut gibt es für Müller trotz der kritischen Worte nicht: „Polemisch draufgesprungen sind eher andere, aber ich fand es trotzdem gut. Das mit dem Trainerschein war null als Kritik gemeint vom Rudi. Er hat nur erklärt, was er glaubt, was für mich in der Zukunft gut ist. So habe ich das wahrgenommen.“