Minjae Kim hat beim FC Bayern bisher nicht alle Erwartungen erfüllt – bei der südkoreanischen Nationalmannschaft dagegen ist der Innenverteidiger ein Leistungsträger.
Müller über Kim: "Das habe ich in München so noch nicht gesehen"
Müller über Kim: „Er ist dort ein Star“
„Er hat da dieses Vertrauen, er ist die absolute Nummer 1 in der Verteidigung in Südkorea. Er ist dort ein Star. Das gibt ihm das Vertrauen, auch Anführer sein zu dürfen“, erkannte auch Thomas Müller in seiner Rolle als Experte bei MagentaTV. Kim hatte in der Nacht auf Freitag mit Südkorea das zweite WM-Gruppenspiel gegen Mexiko mit 0:1 verloren.
Bei den Bayern wiederum sei es für den Verteidiger laut Müller so gewesen, „wie man das ja vielleicht von Spielern aus Südkorea oder Japan kennt: von der Erziehung her eher zurückhaltend und erstmal schauend, wo man bleibt.“
Müller: „Hätte es mir beim FC Bayern anders gewünscht“
Bei Südkoreas 0:1 gegen Mexiko habe Kim „organisiert, die Abseitslinie wieder hochzuschieben. Das ist eine interessante Beobachtung, die vielleicht logisch ist – und trotzdem hätte ich es mir beim FC Bayern anders gewünscht“.
Denn Müller erhofft sich von einem Innenverteidiger, dass „wenn der sieht, dass die Abwehrkette raus muss“, die „Alarmglocken“ schrillen und „er jedem Bescheid sagt: raus, raus, raus. Das habe ich in München so noch nicht gesehen.“
Deswegen ist Kim „die absolute Nummer 1“
Dass Kim insgesamt „ein sehr, sehr guter Verteidiger ist – gerade, was die Zweikampfführung, die Aggressivität und die Laufduelle betrifft –, da gibt’s sowieso keine Zweifel. Deswegen ist er auch die absolute Nummer 1 und eine Koryphäe im südkoreanischen Abwehr-Verbund.“
Beim FC Bayern habe Kim im zweiten Jahr „am Anfang ein bisschen Anpassungsschwierigkeiten an die neue Rolle“ gehabt. Müller ergänzte: „Auch, wenn er nicht so viel gespielt hat und mehr Ergänzungsspieler war, hat er mir beim FC Bayern sehr gut gefallen, wenn er reinkam. Ich hatte den Eindruck, dass er sich an diese Rolle ganz gut angepasst hat.“
Kim hatte „in der ersten Saison mit großer Belastung auch immer wieder ein bisschen Achillessehnen-Themen. Vielleicht tut es ihm körperlich ganz gut, immer mal wieder in die Rotationsmaschine geworfen zu werden.“
Der heute 29-Jährige war 2023 für 50 Millionen Euro vom SSC Neapel nach München gewechselt. Bei Bayern hat er noch einen Vertrag bis Juni 2028.