Harter Schlag für den DFB-Gegner: Die Fußball-Nationalmannschaft der Elfenbeinküste muss im WM-Vorrundenspiel gegen Deutschland am Samstag (ab 22 Uhr im LIVETICKER) in Toronto ohne Elye Wahi antreten. Nach Verbandsangaben wurde dem Frankfurter Bundesligaprofi, der an OGC Nizza ausgeliehen ist, von den kanadischen Behörden die Einreise verweigert.
Nach Manipulationsvorwurf: Deutschland-Gegner ohne Bundesliga-Star
DFB-Gegner ohne Bundesliga-Star
In Frankreich läuft gegen Wahi (23) laut The Athletic ein Ermittlungsverfahren „wegen des Verdachts auf organisierten Betrug, organisierte Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche“. Es geht um Auffälligkeiten rund um das Ligue-1-Spiel zwischen Nizza und dem FC Metz (0:0) am 17. Mai.
Wahi soll sich dabei absichtlich eine Gelbe Karte abgeholt haben, der Ligaverband LFP stellte auffälliges Wettverhalten für den Fall seiner Verwarnung fest. Rund zwei Wochen vor WM-Beginn soll der Stürmer sogar vorübergehend festgenommen worden sein.
Wahi darf nicht nach Kanada einreisen
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte die vorübergehende Festnahme eines 23 Jahre alten Fußballers, „der in der französischen Ligue 1 spielt“, nannte den Namen aber nicht. Es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Anklage wurde noch nicht erhoben, darauf verweist auch der ivorische Fußball-Verband FIF.
„In dieser besonders heiklen Zeit unterstützt die FIF den Spieler und sichert ihm Vertrauen zu“, hieß es in der Mitteilung am Donnerstag. „Elye Wahi bleibt ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste.“ Die für die Einreise erforderlichen behördlichen Genehmigungen jedoch „konnten bisher nicht eingeholt werden“. Wahi werde in den USA verbleiben, bis die Mannschaft zurückkehrt.
Gegen Ecuador (1:0) hatte Wahi zum Auftakt in der Startelf gestanden. Ihr drittes Gruppenspiel gegen Curacao absolviert die Elfenbeinküste wie schon gegen Ecuador in Philadelphia.