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Nach WM-Enttäuschung: Türkei-Trainer fällt Entscheidung

Türkei-Trainer fällt Entscheidung

Die Türkei ist bereits nach den ersten beiden Gruppenspielen aus der WM 2026 ausgeschieden. Trainer Vincenzo Montella entscheidet im Angesicht dessen über seine Zukunft.
Erlebte eine enttäuschende WM: Türkei-Trainer Vincenzo Montella
Erlebte eine enttäuschende WM: Türkei-Trainer Vincenzo Montella
© IMAGO/STEINSIEK.CH
Conrad Fröhlich
Die Türkei ist bereits nach den ersten beiden Gruppenspielen aus der WM 2026 ausgeschieden. Trainer Vincenzo Montella entscheidet im Angesicht dessen über seine Zukunft.

Schon vor dem abschließenden WM-Gruppenspiel gegen die USA in der Nacht auf Freitag (ab 4 Uhr im Liveticker auf SPORT1) ist das Aus der Türkei besiegelt. Ein Schock für die fußballverrückte Nation, die sich bei der ersten Teilnahme seit 2002 Außenseiterchancen ausgerechnet hatte.

Cheftrainer Vincenzo Montella denkt dennoch nicht an eine Niederlegung des Amtes – und äußerte dies mehr als deutlich.

„Wenn die Frage ist: Will ich zurücktreten? Dann ist die Antwort: Nein. Ich habe noch immer Energie und Leidenschaft. Wenn jemand will, dass ich zurücktrete, dann müssen sie akzeptieren, dass ich es nicht tun werde“, erklärte Montella auf der Pressekonferenz vor dem abschließenden Gruppenduell mit dem Co-Gastgeber.

WM 2026: Türkei-Coach hat Unterstützung des Präsidenten

„Ich habe die Unterstützung des Präsidenten, das reicht mir. Und ich habe die Unterstützung der Spieler“, behauptete der Italiener, der das Amt im September 2023 übernahm – und nahm dabei die türkischen Medien ins Visier, die mit Team und Trainer nach dem Aus hart ins Gericht gingen: „Es gab persönliche Attacken, die ich nicht akzeptieren kann. Ihr solltet nicht alles zerstören, alles wegwerfen.“

Damit spielte Montella auf seine jüngsten Errungenschaften mit dem Nationalteam an: Der 52-Jährige führte die Türkei zur EM 2024 und zur Weltmeisterschaft 2026. Das erste WM-Ticket seit 24 Jahren hatten die Türken mit einem 1:0 im Finale der Play-offs gegen den Kosovo gebucht.

EM 2028 als nächstes Ziel für die Türkei – mit Montella?

Wenige Tage zuvor hatte bereits Ibrahim Haciosmanoglu, Präsident des türkischen Verbandes, Montella den Rücken gestärkt: „Wir stehen hinter dem Trainer und den Spielern. Das ist nicht einfach irgendein Verein. Man kann nicht einfach 15 Spieler abgeben und 15 neue holen.“

Wie Montella wies auch der Präsident auf die Erfolge der vergangenen Jahre hin: „Wer uns kennt, weiß, dass wir niemals die Spieler ersetzen, die wir auf unserem Weg kennengelernt haben. Wenn dieser Trainer mit diesen Spielern in zwei Jahren diese Erfolge erzielt hat, stehen wir hinter ihnen, und die türkische Nation steht ebenfalls hinter ihnen.“

Im abschließenden Gruppenduell gegen die formstarken US-Amerikaner will die Türkei sich erhobenen Hauptes aus dem Turnier verabschieden. Danach steht die Qualifikation für die EM 2028 in Großbritannien und Irland an – wohl mit Vincenzo Montella.