WM 2026>

Paraguay-Idol Santa Cruz: Deutschland "zur Arbeit zwingen"

Santa Cruz erklärt DFB-Schwächen

Kaum zu glauben, aber Santa Cruz spielt 19 Jahre nach seinem Abschied von Bayern München immer noch professionell Fußball.
Santa Cruz (r.) bei der WM neben TV-Experte Jürgen Klopp
Santa Cruz (r.) bei der WM neben TV-Experte Jürgen Klopp
© AFP/GETTY IMAGES/SID/ALEXANDER HASSENSTEIN
Kaum zu glauben, aber Santa Cruz spielt 19 Jahre nach seinem Abschied von Bayern München immer noch professionell Fußball.

Der frühere FC-Bayern-Star Roque Santa Cruz ist 44 Jahre alt – und immer noch Erstliga-Profi in seiner Heimat Paraguay.

Das Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Deutschland in Foxborough am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) lässt sich der langjährige Nationalstürmer selbstverständlich nicht entgehen, er glaubt an eine Chance gegen den viermaligen Weltmeister. „Je körperlicher das Spiel wird, desto besser für uns“, sagte Santa Cruz der Süddeutschen Zeitung.

Die Favoritenrolle liege zwar „klar“ bei Deutschland, betonte er, aber er sieht auch Schwächen, an denen Paraguay ansetzen kann. „Man muss das Spiel körperlich intensiv gestalten und Deutschland dazu zwingen, viel zu arbeiten“, sagte Santa Cruz. „Und ich hoffe auf hohe Temperaturen. Das käme uns entgegen.“

„Intensives Hin und Her“ von Vorteil für Paraguay

Ein „intensives Hin und Her“ wäre ideal, denn die deutsche Mannschaft sei „am ehesten in Umschaltsituationen verwundbar. (…) Probleme bekamen sie meist nach schnellen Gegenangriffen, die mit viel Tempo und Präzision ausgespielt wurden.“

Je länger es 0:0 stehe, desto höher werde zudem der Druck auf Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Team. „Dann richtet sich die gesamte Erwartungshaltung auf Deutschland, während Paraguay deutlich weniger zu verlieren hat.“

WM-Duell von 2002 als Blaupause

Als Blaupause sieht Santa Cruz das WM-Duell von 2002 (0:1 im Achtelfinale) mit dem deutschen Siegtor erst kurz vor Schluss: „Dieses Spiel gibt vielen Menschen in Paraguay noch immer Hoffnung. Dass unsere Spiele gegen Deutschland fast immer sehr ausgeglichen waren, ist bei vielen präsent. Das gilt auch für ein Freundschaftsspiel 2013, das 3:3 endete.“

Allerdings habe Paraguay bei der WM noch nicht das Niveau aus der Südamerika-Qualifikation erreicht. „Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt – denn Deutschland verlangt einem alles ab.“ Vielen Fans in Paraguay sei das Offensivspiel „zu vorsichtig“, sagte Santa Cruz.