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"Perverse" WM-Ticketpreise machen Streich "richtig wütend"

Das macht Streich „richtig wütend“

Christian Streich stören die hohen Ticketpreise bei der Weltmeisterschaft massiv. Ex-Freiburg-Trainer und TV-Experte findet deutliche Worte und sieht einen gefährlichen Trend.
Die hohen Ticketpreise rund um die WM in Nordamerika sind ein Thema, das die Berichterstattung begleitet. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat dazu eine klare Meinung.
Conrad Fröhlich
Christian Streich stören die hohen Ticketpreise bei der Weltmeisterschaft massiv. Ex-Freiburg-Trainer und TV-Experte findet deutliche Worte und sieht einen gefährlichen Trend.

Die hohen Ticketpreise der WM-Spiele sorgen weltweit für Empörung. Auch Christian Streich stört sich an den extrem teuren Preisen und bemängelt, dass ganze Bevölkerungsschichten dadurch ausgeschlossen werden.

„Das ist mehr als traurig und macht mich richtig wütend“, fand Streich im Interview mit dem kicker deutliche Worte. Besonders die Preise der Tickets, die die FIFA über ihren offiziellen Zweitmarkt verkauft, gehen in exorbitante Höhen. Selbst die günstige Kategorie liegt aktuell bei 550 Dollar.

Streich mache das „richtig wütend, weil es gegen die Idee des Spiels ist“. Der Ex-Freiburg-Trainer, der die WM als TV-Experte begleiten wird, sieht eine Entfremdung des Sports von großen Teilen der Bevölkerung: „Was da aktuell bei der WM mit den Tickets passiert, ist pervers: Profitmaximierung um jeden Preis und eben auf Kosten vieler Menschen.“

WM 2026: Streich kritisiert Preispolitik scharf

„Das ist so dermaßen elitär, und ich denke nicht, dass die Leute, die das bezahlen können, sagen: ‚Super, dass die anderen nicht reinkommen'“, führte die Freiburg-Ikone weiter aus. „Wo kommen denn noch verschiedene Gesellschaftsschichten zusammen?“, fragte sich der 60-Jährige, um die Antwort dann gleich mitzuliefern: „Beim Sport oder allenfalls noch in Einrichtungen wie einem Schwimmbad.“

Mit Hoffnung blickt Streich dabei schon auf das nächste große Turnier. Bei der Europameisterschaft 2028, die in Großbritannien stattfinden wird, hat die UEFA angekündigt, die Preise auf dem Niveau der EM 2024 in Deutschland zu halten und auf das umstrittene „Dynamic Pricing“ zu verzichten – zur Freude von Streich.

„Aber die UEFA hat ja schon angekündigt, bei der EM 2028 in Großbritannien 40 Prozent der Tickets für 30 bis 60 Euro anzubieten. Wenn solche Reaktionen kommen, hat es wenigstens in der Zukunft ein Gutes“, meinte der 60-Jährige. Auch darüber hinaus hofft Streich, dass die „Ausrichtungsländer Stopp sagen zu solchen Ticketpreisen“.