WM 2026>

Harte Kritik am WM-TV: "Alle nur Experten für Deutschland"

Pikante Kritik an WM-Experten

Hans Sarpei übt deutliche Kritik an den deutschen WM-Experten. Der Vorwurf lautet: Wer sich im afrikanischen Fußball nicht auskennt, sollte nicht darüber sprechen.
Beim FC Schalke 04 spielte Hans Sarpei mit Superstars wie Raul und Klaas-Jan Huntelaar. Zudem verrät er, welcher Spieler ihm Angst machte.
Hans Sarpei übt deutliche Kritik an den deutschen WM-Experten. Der Vorwurf lautet: Wer sich im afrikanischen Fußball nicht auskennt, sollte nicht darüber sprechen.

Hans Sarpei hat scharfe Kritik an den TV-Experten geübt, die während der WM 2026 in den deutschen Übertragungen zu sehen sind. Der einstige Fußballer bemängelt fehlende Diversität, Wissenslücken beim Blick auf den afrikanischen Fußball und erzwungene Komik vor der Kamera.

„Wenn etwa über afrikanische Mannschaften gesprochen wird, sitzen da sechs Experten, aber keiner hat Ahnung vom afrikanischen Fußball“, sagte Sarpei im Interview mit t-online.de.

Auf konkrete Personen ging er hier zwar nicht ein, seine Sichtweise machte er jedoch deutlich: „Sie hauen Floskeln von 1950 raus: ‚Die Afrikaner sind stark und athletisch. Wir wissen, wie die Afrikaner spielen.‘ Nein!“

Sarpei richtet eindringliche Worte an deutsche WM-Experten

Der Kongo spiele einen anderen Fußball als Ghana, Ghana spiele einen anderen Fußball als Marokko „und Marokko spielt einen anderen Fußball als die Elfenbeinküste.“ Sarpeis Ansage an die TV-Experten: „Wenn ihr keine Ahnung davon habt, solltet ihr nicht darüber reden.“

Für die WM seien viele Fachleute verpflichtet worden, „aber sie sind alle nur Experten für Deutschland. Mehr nicht. Dabei kommentieren sie auch andere Spiele. Die Weltmeisterschaft ist bunt, die Besetzung nicht.“

Der ehemalige ghanaische Nationalspieler Sarpei wurde außerdem auf den oft als humoristisch beschriebenen Ansatz der Magenta-Experten Jürgen Klopp und Thomas Müller angesprochen. Ob dieses Duo mit dem beliebten Quartett um Kate Scott, Thierry Henry, Jamie Carragher und Micah Richards aus dem US-Fernsehen vergleichbar sei?

„Da gibt es ein Problem: Müller und Klopp sind nicht so lustig wie die“, befand Sarpei. Dem 49-Jährigen, der unter anderem für Schalke, Leverkusen und Wolfsburg gespielt hatte, fehlt auch hier die „Mischung“.

„Der lockere Ansatz ist gut, aber es wirkt zu gewollt. Es muss authentisch sein. Wenn die Experten alle der gleichen Meinung sind, entsteht nicht die Art von Humor, die wir haben wollen. Das ist der Fehler, den sie gemacht haben.“