Dicke Luft? Nicht im WM-Team von Magenta! Nachdem es zwischen DFB-Legende Thomas Müller und Moderatorin Laura Wontorra vermeintlich zu Beginn der WM-Übertragung am Samstag gewisse Unstimmigkeiten gegeben hatte, betonten die beiden später, dass alles gut ist.
Bei diesem Thema sackt Thomas Müller zusammen - Wontorra kontert
Dieses Thema reizt Müller
„Das ist unser Line-up: Mats Hummels und Thomas Müller – vertragen wir uns wieder, Jungs, ne? Ich freue mich auf ein tolles Fußballspiel. Ich mag ja gute Sparringspartner“, leitete Wontorra ihre Moderation für das WM-Spiel der Deutschen gegen die Elfenbeinküste ein (ab 22.00 Uhr im LIVETICKER).
Worte ganz in Müllers Sinne: „Bei dem Star-Lineup, das du genannt hast (es folgte unter anderem noch ein Gespräch mit Eishockey-Profi Leon Draisaitl, Anm. d. Red.), könnte man schwach werden, aber am meisten freue ich mich auf das Spiel“, sagte der 36-Jährige, ehe er über die Beziehung der beiden aufklärte: „Wir waren nie schlecht miteinander. Wir waren immer gut miteinander.“
Hummels: „War viel Arbeit für mich“
Wontorra und Müller legten anschließend die Arme umeinander, beide lächelnd. „Ziemlich beste Freunde“, sagte Wontorra.
Und auch Hummels, der die Szenerie zunächst neben Müller nur beobachtet hatte, schaltete sich ein: „War viel Arbeit für mich, das wieder geradezubiegen.“ Es folgte Gelächter – und ein Daumen aus der Ferne von Jürgen Klopp, der wiederum an der Seite von Johannes B. Kerner als Experte fungierte.
Es sollte allerdings nicht lange dauern, bis Wontorra bei Müller erneut für Kopfschütteln sorgte. Ob Julian Nagelsmann ein potenzieller Weltmeistertrainer sei? „Ja, aber du brauchst ganz viele Dinge drumherum, die noch klappen“, meinte Hummels zunächst.
Müller sackte derweil in sich zusammen, schüttelte mit dem Kopf. „Ich muss dir reingrätschen“, sagte der Ex-Nationalspieler und wandte sich dann auch an Wontorra: „Ich will dich nicht abgrätschen und auch nicht dich (gemeint ist Wontorra, Anm. d. Red.), aber lass uns doch mal weniger darüber reden … Es ist das zweite Gruppenspiel. Ich würde gern mehr darüber reden, wie wir spielen und dass wir uns entwickeln.“
Diese Frage reizt Müller
Die ständige Diskussion, ob Nagelsmann auch wirklich „reif“ für einen WM-Titel sei, war für Müller offenbar ein Reizthema. „Du weißt doch, was am Ende wieder in der Zeitung steht. Dass wir streiten und dass wir nicht streiten. Und dass der Julian Weltmeistertrainer ist, oder nicht“, sagte Müller mit einem Lachen. Auch Hummels musste schmunzeln.
„Siehst du, so kämpft jeder für seine Tore. Du damals auf dem Platz und ich hier am Mikrofon“, konterte Wontorra: „Dafür könnt ihr mich nicht abstrafen.“ Und schon konnte das Trio wieder lachen und die Stimmung war ausgelassen.
Doch was war ursprünglich eigentlich passiert? Müller und Wontorra hatten sich in einer Schalte nach Toronto, schon während noch der Vorlauf zum WM-Spiel zwischen den Niederlanden und Schweden in New York City lief, ein kleines Scharmützel geliefert.
Müller vs. Wontorra: Das war passiert
„Du schießt ja immer so gerne gegen uns, obwohl du jetzt sogar in unserem Team spielst, aber das ändern wir später noch“, erklärte Wontorra zu Beginn laut Bild.
Müller erwiderte: „Ich schieße gegen euch? Okay.“ Wontorra: „Ich habe manchmal so den Eindruck. Aber bis heute Abend kriegen wir dich schon noch hin.“
Später ergänzte sie: „Nicht nur gegen mich, ich habe das Gefühl, bei allen Experten und Kollegen sagst du: ‚Ich habe noch einen kleinen Hint und weiß es besser als ihr.‘“ Müller: „Ich weiß es nicht besser, ich weiß es anders.“
Nachdem sich auch Klopp aus New York als Vermittler angeboten hatte, ging es zwischen den beiden munter weiter.
„Wir proben schon mal die Zweikampfhärte“, sagte Müller – und Wontorra fasste zusammen: „Ich dachte immer, wir sind alle ein Team. Aber dass Thomas Müller jetzt Magenta-Farben trägt, müssen wir ihm noch erklären, glaube ich.“