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7:1! So eine Auftaktgala gab es selten

Rekordverdächtige DFB-Gala

Die deutsche Nationalmannschaft feiert einen WM-Auftakt nach Maß und spielt sich zeitweise in einen Rausch. Es ist der zweithöchste deutsche Auftaktsieg nach 2002.
Vor dem WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao treffen bei MagentaTV Rudi Völler, Jürgen Klopp und Thomas Müller aufeinander. Und plötzlich wird die Stimmung etwas angespannt.
Die deutsche Nationalmannschaft feiert einen WM-Auftakt nach Maß und spielt sich zeitweise in einen Rausch. Es ist der zweithöchste deutsche Auftaktsieg nach 2002.

Die deutsche Nationalmannschaft hat beim WM-Auftakt gegen Curacao einen Kantersieg gefeiert.

Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann fegte mit 7:1 (3:1) über den karibischen Inselstaat hinweg und spielte sich dabei zeitweise in einen Rausch. Zugleich ist es nach 2002 (8:0 gegen Saudi-Arabien) der zweithöchste deutsche WM-Auftaktsieg der Geschichte.

Die Tore für das DFB-Team erzielten Felix Nmecha (6.), Nico Schlotterbeck (38.), Kai Havertz (45.+5), Jamal Musiala (47.), Nathaniel Brown (68.), Deniz Undav (78.) und erneut Havertz (88.).

Nmecha lässt DFB-Torhymne erklingen

Den einzigen Treffer für Curacao steuerte Livano Comenencia bei – es war der zwischenzeitliche Ausgleich (21.).

„Wir haben sieben Tore gemacht. Das eine Tor war unnötig, aber es gehört dazu. Vielleicht hat es uns gutgetan, dass wir dann aufwachen. Nach dem 1:1 haben wir es gut gemacht. Ich bin auch stolz auf die Mannschaft, dass wir nicht den Kopf haben hängen lassen, sondern weitergemacht haben. Das 2:1, 3:1 – dann haben wir sehr gut gespielt“, sagte Brown in der ARD.

„Ich habe mich extrem für die Mannschaft gefreut“, meinte derweil Nagelsmann: „Ich habe Ihnen auch gerade von Herzen gratuliert. Und dann musst du erst mal sieben Tore machen.“

Mit viel Spielwitz und oft durch die Mitte hatte die DFB-Offensive den Underdog ins Wanken gebracht. Nach einem Doppelpass mit Florian Wirtz ließ der auffällige Nmecha erstmals die Torhymne erklingen.

Nmecha war zur WM auf den letzten Drücker fit geworden und hatte sich den Part im Mittelfeld neben Aleksandar Pavlovic erkämpft. Die zweite enge Personalie löste Nagelsmann wie erwartet: Links verteidigte der Noch-Frankfurter Brown. Er überzeugte.

Die Abwehr und ihr Schlussmann Neuer waren anfangs kaum gefordert. Die wenigen, meist langen Bälle von Curacao auf den früheren Bundesliga-Stürmer Jürgen Locadia waren leichte Beute.

Schlotterbeck unglücklich

Doch nach einigen vergebenen deutschen Chancen schlichen sich Konzentrationsschwächen ein – und der „David“ schlug zu.

Nach einem Fehler von Jonathan Tah agierte auch dessen Nebenmann Schlotterbeck unglücklich, Kapitän Joshua Kimmich fälschte den Schuss von Comenencia unhaltbar für Neuer ab.

„Jetzt ist das Schlimmste eingetroffen“, sagte Rio-Weltmeister Bastian Schweinsteiger in der ARD: „Der Glaube bei Curacao ist da!“ Die erste Trinkpause schien für die DFB-Elf wie der rettende Gong für einen angeschlagenen Boxer.

Leroy Sané (32.) vergab nach einem Traumpass von Wirtz die nächste große Möglichkeit, der Druck auf den haushohen Favoriten nahm zu. Ein Standard brachte die Erlösung, als Schlotterbeck eine Ecke von Brown einköpfte. Das 3:1 besorgte Havertz nach einem Foul an Nmecha. Die komplette deutsche Bank jubelte stehend mit – ein Ausdruck des viel beschworenen Teamgeistes.

DFB-Blitzstart in Hälfte zwei

Positiv für die deutsche Mannschaft: Die Mittagshitze war kein Faktor, das Stadion des Footballteams Texans war überdacht und klimatisiert. Und so glückte ein Blitzstart in die zweite Hälfte, als Musiala nach Kimmich-Pass und nur 68 Sekunden aus spitzem Winkel vollendete.

Nach einer Stunde schwappte La Ola durch die Arena. Sané (63.), für den verletzt abgereisten Lennart Karl in die Startelf gerückt, vergab allein vor dem Tor die nächste Top-Chance.

Fanliebling Undav löste den nach einem Foul leicht humpelnden Musiala ab und legte Brown nur vier Minuten später den fünften Treffer auf. Danach sorgte Nagelsmann mit der Einwechslung mehrerer Edelreservisten für etwas Kaderhygiene. Undav traf aus der Mittelstürmer-Position und legte per Steilpass das 7:1 auf, das Havertz elegant per Lupfer erzielte.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)