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Ronaldo und Messi bei WM? Thomas Müller äußert Zweifel

Müller zweifelt an CR7 und Messi

Sowohl Argentinien als auch Portugal gehen mit ihren alternden Superstars in die WM. Bayern-Legende Thomas Müller blickt skeptisch auf die Rolle von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi bei der WM.
Alexander Zverev gewinnt zum ersten Mal in seiner Karriere einen Grand-Slam-Titel. Thomas Müller und Friedrich Merz reagieren prompt.
Conrad Fröhlich
Sowohl Argentinien als auch Portugal gehen mit ihren alternden Superstars in die WM. Bayern-Legende Thomas Müller blickt skeptisch auf die Rolle von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi bei der WM.

Thomas Müller wird die WM als TV-Experte begleiten – anders als bei den vergangenen vier Weltmeisterschaften, die er als Teil der DFB-Auswahl bestritt. Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind hingegen noch als Spieler bei der WM dabei, obwohl beide Superstars älter als Müller sind. Der Weltmeister von 2014 beäugt das skeptisch.

„Das finde ich hochinteressant. Ich bin da eher skeptisch und gespannt, wie diese Wette ausgeht“, erklärt der 36-Jährige im Interview mit der Bild. „Denn der Ronaldo von heute hat sicherlich noch ähnliche Abschluss-Qualitäten – aber vor allem gegen den Ball spielst du quasi nur mit 10,5 Spielern“, führte Müller, der aktuell bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag steht, weiter aus.

Der Offensivmann, der für den FC Bayern 756 Pflichtspieleinsätze gesammelt hat, äußerte dennoch Verständnis für die Nominierung der beiden Routiniers. Schließlich habe Ronaldo in der Qualifikation wichtige Treffer erzielt. Und Messi? „Messi sehe ich ja in der MLS. Mit dem Ball am Fuß ist es nach wie vor eine Augenweide, ihn zu beobachten. Er ist noch immer verdammt schwer zu verteidigen. Das wird er nie verlernen.“

Das große Aber: „Körperlich sind die Jungspunde einfach auf einem anderen Level.“

Müller: „Ein Comeback wäre völliger Käse“

Zu Müllers Skepsis passt, dass der ehemalige Nationalspieler selbst keinerlei Szenarien sieht, wie er nochmal als aktiver Spieler in die DFB-Elf zurückkehrt. „Ein Comeback wäre völliger Käse“, antwortete Müller gewohnt launisch: „Auf diesem Niveau brauchst du aus meiner Sicht elf Spieler, die nicht nur technisch und taktisch auf der Höhe sind, sondern heutzutage umso mehr auch körperlich. In Sachen Schnelligkeit und Power hat sich der Fußball in den vergangenen Jahren brutal weiterentwickelt.“

Bald wird sich zeigen, ob Messi und Ronaldo dem noch gewachsen sind. Ronaldo startet am Mittwoch mit Portugal ins Turnier. Alles andere als ein Startelfeinsatz des 41-Jährigen im Duell mit dem Kongo (19 Uhr, live im SPORT1-Ticker) wäre eine Überraschung. Auch Messi wird in der ersten Elf erwartet. Ebenfalls am Mittwoch (3 Uhr, live im SPORT1-Ticker) startet Argentinien in die WM – Gegner in der Gruppe J ist Algerien.