Jorgen Strand Larsen hätte in seinem ersten Spiel bei einer Weltmeisterschaft für richtig Spannung Sorgen können. Doch der norwegische Nationalspieler scheiterte recht kläglich vom Punkt.
Seine vielleicht einzige Chance ist dahin: "Da möchte man weinen"
„Ich möchte mich hinlegen und weinen“
Larsen hatte beim 1:4 (1:3) gegen Topfavorit Frankreich in der 50. Minute in Abwesenheit zahlreicher Stars wie Erling Haaland die Verantwortung übernommen. Mit einem Treffer hätte er zwischenzeitlich auf 2:3 verkürzt.
Mehr als ein unentschlossener Schuss wollte dem Stürmer von Crystal Palace aber nicht gelingen. Frankreichs Mike Maignan parierte problemlos. Larsen wollte den Keeper der AC Milan offenbar in falsche Ecke verladen.
WM-Spieler entschuldigt sich bei seinem Land
„Wenn du verzögerst, musst du es halt können. Und er kann es halt gar nicht“, sagte TV-Experte Per Mertesacker im ZDF. Sein Kollege Christoph Kramer nickte zustimmend.
Der Fehlschütze selbst zeigte sich schwer geknickt: „Ich bin enttäuscht. Da möchte man sich ja am liebsten hinlegen und weinen. Ich entschuldige mich bei Norwegen.“
Er wolle seine Lektion lernen: „In Zukunft werde ich den Ball stattdessen einfach ins Kreuzeck schießen.“
Larsen war wie so viele seiner Teamkollegen zum Einsatz gekommen, weil Norwegens Trainer Stale Solbakken sich entschieden hatte, eine B-Elf aufzubieten. Eigentlich ist er hinter Haaland und Alexander Sorloth nur Stürmer Nummer drei. Ob er bei diesem Turnier noch einmal eine Chance auf einen WM-Treffer bekommt, ist zumindest fraglich.
„Es tut sehr weh, besonders bei einer WM“, erklärte der 26-Jährige noch: „Wir hätten dort den Spielverlauf ändern können. Zum Glück war es in dieser Hinsicht nicht das wichtigste Spiel, aber ich hätte mir gewünscht, dass es ein Tor geworden wäre.“
Norwegen war schon vor der Partie für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Der Gruppensieg ging allerdings an Frankreich.