Dietmar Hamann hat nach dem Scheitern der deutschen Mannschaft bei der WM Klartext gesprochen. Der TV-Experte holte dabei zu einer deutlichen Verbalattacke gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann aus.
TV-Experte Hamann attackiert Nagelsmann nach WM-Aus
Hamann attackiert Nagelsmann
„Er ist ein Typ, der sich kaum Spiele anschaut“, wetterte Hamann, der für den irischen Sender RTÉ die WM begleitet. Anschließend redete er sich förmlich in Rage.
Hamann über Nagelsmann: „Habe kein Mitleid mit ihm“
Nagelsmann sehe sich vielleicht ein, zwei Bundesligaspiele im Monat an, kritisierte der Ex-Nationalspieler: „In dieser Hinsicht habe ich kein Mitleid mit ihm. Ich finde, die Mannschaft und er haben genau das bekommen, was sie verdient haben, und jetzt fahren sie nach Hause.“
Hamann kreidete dem DFB-Coach an, viele Gelegenheiten, sich konkret auf die WM vorzubereiten, ausgelassen zu haben. Er nannte etwa Champions-League-Spiele oder auch den Afrika-Cup im Januar, bei dem er potenzielle Gegner wie die Elfenbeinküste hätte beobachten können.
WM: Das kreidet Hamann Nagelsmann an
„Er ist nicht hingefahren“, stellte Hamann fest. „Bei der Klub-WM hätte man die Umstände hier erfahren können“, ergänzte der 52-Jährige und nannte die Nationaltrainer Thomas Tuchel (England), Roberto Martínez (Portugal) und Didier Deschamps (Frankreich), die im vergangenen Jahr während des Turniers in den USA weilten. „Wer ist nicht da? Unser Trainer.“
Auch für den seiner Meinung nach fehlenden Teamgeist machte Hamann den Bundestrainer verantwortlich. „Es ist die Aufgabe eines Trainers, die Jungs zusammenzuhalten“, betonte Hamann.
„Das war unter diesem Trainer nie der Fall“
Sein Urteil fiel deutlich aus: „Herz und Mut kommen vom Teamgeist, davon, zu wissen, dass man seinen Teamkollegen vertrauen kann, wenn man sie braucht. Und ich habe einfach das Gefühl, dass das unter diesem Trainer nie der Fall war, denn es gab zwar vereinzelt ordentliche Leistungen, aber im Durchschnitt waren ihre Leistungen enttäuschend.“
Nach dem WM-Aus gab sich Nagelsmann im Hinblick auf seine persönliche Zukunft kämpferisch. „Ich stehe bereit, wenn man das möchte, und wenn man mich nicht möchte, muss man mir das sagen“, sagte er nach dem Scheitern im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) bei MagentaTV.