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WM 2026: Abseits oder nicht? FIFA räumt Technik-Panne ein

Abseits? FIFA räumt Technik-Panne ein

Die Experten sahen vor dem Elfmeter für die Schweiz eine Abseitsposition. Später räumt die FIFA tatsächlich technische Probleme ein. An der eigentlichen Entscheidung ändert das aber nichts.
Außenseiter Katar schockt die Schweiz in der Nachspielzeit und holt sich den ersten Punkt der WM-Historie!
Die Experten sahen vor dem Elfmeter für die Schweiz eine Abseitsposition. Später räumt die FIFA tatsächlich technische Probleme ein. An der eigentlichen Entscheidung ändert das aber nichts.

Entsprang der Schweizer Führungstreffer beim 1:1 gegen Katar zum WM-Auftakt etwa aus einer regelwidrigen Situation? Die TV-Bilder ließen einen starken Abseitsverdacht aufkommen, zumal auch die grafische Einblendung der halbautomatischen Abseitstechnik ausblieb. Die FIFA hat nun technische Probleme eingeräumt.

Ein „kurzer technischer Ausfall“ habe das Generieren der entsprechenden grafischen Animation verhindert, teilte der Fußball-Weltverband mit: „Das Problem wurde schnell gelöst.“

Zugleich bestätigte die FIFA die auf dem Feld vom Schiedsrichtergespann um Said Martínez getroffene Entscheidung: „Die vom VAR zur Überprüfung der Position der relevanten Spieler verwendeten Linien zeigten den angreifenden Spieler in keiner der beiden Situationen unmittelbar vor der Elfmeterentscheidung in einer Abseitsstellung.“

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WM-Aufreger: Auch Schiri-Experte vermutet Abseitsstellung

In der besagten Situation hatte Katars Keeper Mahmud Abunada Remo Freuler bei einer Abwehraktion abgeräumt. Das strafstoßwürdige Foul war unstrittig, allerdings suggerierten die TV-Bilder, dass Freuler bei der Flanke in den Sechzehner vermeintlich knapp im Abseits stand.

„Ich hatte ganz ehrlich mit einer Abseitsstellung gerechnet“, sagte auch Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer während der ZDF-Übertragung. Wenn man das Bild anhalte, habe man den Eindruck, dass der Schweizer Spieler vor dem Katarer stehe. „Das ist natürlich eine versetzte Kameraperspektive.“

Er könne es sich nur so erklären, „dass die Kameraperspektive ein falsches Bild zeigt oder die halbautomatische Abseitserkennung ausgefallen ist“. Kinhöfer war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, dass tatsächlich technische Probleme vorlagen.

Für Mertesacker war es „eher Abseits“

Auch für Per Mertesacker war es „richtig, richtig knapp und für mich eher Abseits“, wie der Weltmeister von 2014 in seiner Halbzeitanalyse festhielt.

So oder so handelte der Unparteiische aus Honduras richtig. „Wenn sie (Abseitstechnologie, Anm. d. Red.) nicht funktionieren sollte, dann würde die Entscheidung auf dem Spielfeld Bestand haben. Da der Assistent keine Fahne gehoben hat, wäre es beim Foul geblieben“, sagte Kinhöfer.

Breel Embolo (17.) verwandelte den Elfmeter zur Schweizer Führung. Doch durch ein Eigentor von Miro Muheim (90.+4), der von Boualem Khoukhi bedrängt wurde, glich Katar kurz vor Schluss aus.