Nico Schlotterbeck und das WM-Aus: Es ist die Tragödie des laufenden Turniers für die deutsche Nationalmannschaft. Mit einer Innenbandverletzung im Sprunggelenk fällt der Innenverteidiger des BVB monatelang aus.
WM 2026: "Absolute Katastrophe": Reaktionen auf Schlotterbeck-Schock
Müller leidet mit Schlotterbeck
Auf der Pressekonferenz am frühen Montagabend reagierte Mittelfeldspieler Nadiem Amiri als erster Aktiver aus dem DFB-Tross auf den Verletzungsschock, später bezog auch MagentaTV-Experte Thomas Müller Stellung.
„Es war im ersten Moment natürlich schockierend, weil Schlotti ein brutal wichtiger Spieler für uns ist. Jeder in Deutschland und in ganz Europa kennt seine Qualitäten. Es tut uns weh, aber es ist auch irgendwo noch mehr Motivation, um es für die (verletzten, Anm. d. Red.) Spieler ganz weit zu bringen“, sagte Amiri im Mediencenter im amerikanischen Winston-Salem.
Schlotterbeck-Aus! Amiri war direkt bei ihm
Er selbst habe bei einer physiotherapeutischen Anwendung davon mitbekommen, „er lag neben mir auf der Bank, Es ist ein ganz schwieriger Moment. Du weißt eigentlich nicht, was du sagen sollst, weil du siehst, er ist einfach leer.“
Weiter führte Amiri aus: „Wir müssen einfach für ihn da sein. Ruhe tut ihm aber auch gut. Wenn jetzt jeder zu ihn hingeht und sagt: ‚Gute Besserung und bla bla bla‘, das ist auch nervig für ihn. Ein gesunder Abstand, dass er es selbst erst einmal verarbeitet, tut ihm ganz gut“, so der Mainzer Mittelfeldmann.
Auch TV-Experte Thomas Müller meinte: „Nico ist ein super Junge, er hat der Mannschaft auf jeden Fall gut getan. Den hast du gerne dabei – und trotzdem ist er ein Typ, so habe ich ihn kennengelernt, der nach vorne blicken kann. Der positiv genug ist, um das verarbeiten zu können. Für den Moment ist es aber eine absolute Katastrophe, ein persönliches Schicksal.“
Völler leidet mit: „Tragisch für den Jungen“
Sportdirektor Rudi Völler offenbarte im Magenta-Interview: „Direkt nach dem Spiel war noch ein bisschen Hoffnung da. Nach den MRT-Aufnahmen wurde das zunichte. Jetzt fällt er sehr lange aus. Das ist natürlich tragisch für den Jungen und für uns auch, weil er uns fehlen wird mit seinem exzellenten linken Füßchen und Spielaufbau. Aber eigentlich nicht richtig: Er fehlt zwar auf dem Platz, aber wir haben uns gestern mit den Trainern und der Mannschaft besprochen. Er wird erstmals bei uns bleiben.“
Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte ebenfalls, ließ sich am Nachmittag in einer offiziellen DFB-Pressemitteilung zitieren: „Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau. Es hätte seine WM werden können. Wir haben gestern alle versucht, ihn aufzubauen – zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt.“