WM 2026>

"Skandalös!" Thomas Müller fällt wegen dieser Szene vom Glauben ab

Diese Szene macht Müller fassungslos

Kylian Mbappé wird im gegnerischen Strafraum von Sadio Mané zu Fall gebracht. Ein Elfmeterpfiff bleibt aus - trotz Eingriff des Videoassistenten.
Magenta-Experte Thomas Müller ist fassungslos, dass die Grätsche von Sadio Mané an Kylian Mbappé nicht als Elfmeter gewertet wird.
Kylian Mbappé wird im gegnerischen Strafraum von Sadio Mané zu Fall gebracht. Ein Elfmeterpfiff bleibt aus - trotz Eingriff des Videoassistenten.

Frankreich ist bei seinem WM-Auftakt am Dienstag gegen den Senegal (3:1) um einen klaren Elfmeter gebracht worden – so die Meinung von Bundesliga-Legende Thomas Müller.

„Das ist einfach nur ein astreines Foulspiel. Wie man da auf die Idee kommen kann, das im Spiel und vor allem danach im Video nicht zu sehen, ist für mich ein absolutes Rätsel. Skandalös, dass das kein Elfmeter ist“, sagte der Weltmeister von 2014 in seiner Rolle als TV-Experte für MagentaTV. Vorausgegangen war ein Zweikampf von Sadio Mané und Kylian Mbappé im Sechzehner der Westafrikaner, der für reichlich Aufregung gesorgt hatte.

Mané räumt Mbappé im Strafraum ab

In der 58. Minute hatte Mbappé auf der rechten Außenbahn den Ball bekommen und einen Sprint in Richtung des gegnerischen Tores angezogen. Nach einer kleinen Finte drang der Superstar in den Strafraum ein, wo Mbappé von Mané umgegrätscht wurde. Schiedsrichter Alireza Faghani aus dem Iran entschied nach dem Zweikampf auf Eckball, Mbappé protestierte lautstark und forderte hingegen einen Elfmeter.

„Das reicht für mich nicht“, kommentierte TV-Experte Robert Andrich die Szene, während Kommentator Wolff-Christoph Fuss den Zweikampf als Foulspiel wertete. Die Zweifel wuchsen auch beim Schiedsrichter-Gespann. Nach einigen Minuten Unterbrechung und Prüfung durch den VAR entschied sich Faghani schließlich doch dazu, sich die Szene nochmals am Bildschirm anzuschauen.

WM: Verwirrung nach VAR-Eingriff

Nach Betrachtung der TV-Bilder lief der Iraner zurück auf den Platz und zeigte mit dem Zeigefinger in die Richtung des Elfmeterpunktes. Französischer Jubel brandete im MetLife Stadium in New Jersey auf, Rechtsverteidiger Jules Koundé klatschte erfreut über die Geste des Schiedsrichters.

Doch alles kam anders: Faghiri hatte auf Abstoß und Ballbesitz Senegal entschieden, seine Durchsage war sowohl im Stadion als auch am TV-Bildschirm kaum zu verstehen. Die Kameras fingen Mbappé ein, der nach dem Entschluss nur abwinkte. Frankreich-Trainer Didier Deschamps konnte die Entscheidung ebenfalls nicht nachvollziehen und diskutierte erregt mit dem Vierten Offiziellen an der Seitenlinie.

Müller: Zu 100 Prozent Elfmeter

Eine krasse Fehlentscheidung, wie wenig später auch Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich befand: „Mbappé kommt mit hohem Tempo rein, der Gegner grätscht und trifft ihn unten mit dem Fuß am Knie. Wer im hohen Tempo so reinläuft – das ist ein klarer Strafstoß. Die Geste vom Schiedsrichter war ebenfalls nicht glücklich“, analysierte der 47-Jährige bei MagentaTV.

Thomas Müller holte weiter aus: „Wenn dann darüber diskutiert wird, ob ein Spieler berührt werden muss, um gefoult zu werden. Selbst, wenn er ihn nicht berührt, schneidet er ihm den Weg ab. Mbappé schaut, dass er aus der Situation unverletzt rauskommt.“

Hummels: „Ein klarer Elfmeter“

Expertenkollege Mats Hummels schloss sich der Bayern-Ikone an. „Wenn man sich die Szene ansieht, ist das ein klarer Elfmeter. In dieser Dynamik grätscht er ihm den Weg weg. Mbappé springt über das Bein, wird trotzdem aber berührt.“

Einzig Robert Andrich zeigte sich mit der Entscheidung, nicht auf Elfmeter entschieden zu haben, einverstanden: „Für mich war es nicht genug für einen Elfmeter.“

Nur acht Minuten später erlöste Mbappé Frankreich, als er auf Vorlage von Michael Olise das 1:0 erzielte (66.). Später gelang dem Real-Stürmer ein weiteres Tor, Frankreich besiegte den Senegal mit 3:1 (0:0).