Deniz Undav macht Druck! Nicht durch Worte, sondern durch Tore und Assists. Es ist bemerkenswert, wie er trotz seiner Mega-Quote bescheiden bleibt und öffentlich keine Startelf-Ansprüche stellt. Das ist Teamgeist!
WM 2026: Hier muss Nagelsmann jetzt vorsichtig sein
Nagelsmann sollte an Kompany denken
Wer Julian Nagelsmann nach dem 2:1-Sieg über die Elfenbeinküste zugehört hat, konnte spüren, dass der Bundestrainer mittlerweile mit dem Gedanken spielt, Undav im nächsten WM-Spiel von Anfang an zu bringen. Es sei „nicht ausgeschlossen“, sagte Nagelsmann. Doch sollte der 38-Jährige sich wirklich dafür entscheiden, darf er einen Punkt nicht übersehen und ist quasi wieder als „Bundes-Psychologe“ gefragt.
Der Blick auf die Offensivkräfte der DFB-Elf zeigt nämlich: Dort gibt es keinen Spieler, der einen Stammplatz auf der Bank mental so einfach verkraften würde. Es besteht durchaus die Gefahr, dass es Leroy Sané, Jamal Musiala oder Florian Wirtz den Boden unter den Füßen wegzieht, wenn sie plötzlich nicht mehr gesetzt sind. Kai Havertz dürfte sich angesichts seiner Leistungen verwundert an den Kopf fassen, sollte er nicht mehr in der Startelf stehen.
Nagelsmann kann sich das nicht leisten
Bayern-Trainer Vincent Kompany sprach in den vergangenen Wochen immer wieder davon, dass man sich nicht von großen Lobliedern treiben lassen dürfe. „Don’t believe the hype“, so sein Mantra. Diesen Satz sollte Nagelsmann im Kopf haben, wenn er die Startaufstellung für das Spiel gegen Ecuador austüftelt.
Der Bundestrainer kann es sich nicht leisten, dem berechtigten Undav-Wunsch der Fans mal so eben nachzukommen. Er muss eine solche Änderung gut vorbereiten, sonst brechen ihm Sané, Musiala & Co. mental weg. Es ist eine Gefahr, der sich auch die Anhänger der Nationalmannschaft bewusst sein sollten.