Stefan Effenberg hat eine Lanze für Leroy Sané gebrochen. Geht es nach dem SPORT1-Experten, soll der häufig kritisch hinterfragte deutsche Nationalspieler auch in den kommenden WM-Spielen in der Startelf stehen.
WM 2026: Neuer Blickwinkel auf Sané im Doppelpass
Völlig neuer Blickwinkel auf Sané
“Er erfüllt absolut seinen Auftrag, den Nagelsmann ihm vorgibt“, erklärte Effenberg im FIROCKX.ONE WM Doppelpass. Der Ex-Profi hat einen interessanten Blickwinkel auf Sané: Dieser liefere vor allem defensiv einen wichtigen Beitrag zum deutschen Spiel.
“Sané spielt auf der Seite von Kimmich. Wir wissen, wo Kimmich im Spielaufbau hinläuft, ins Zentrum. Das heißt für Sané: Wenn wir den Ball verlieren, muss ich den Weg nach hinten machen. Standards, Ecken, Freistöße: Wer macht hinten zu? Sané“, führte Effenberg aus.
Sané weiter in der Startelf? Effenberg wird deutlich
Man bewerte den glücklosen Angreifer stets nur an den Offensivaktionen: „Ich glaube, daran sollten wir Musiala, Wirtz, Havertz und Undav festmachen, weniger Sané. Sein Auftrag ist, die Seite zuzumachen, wenn Kimmich in der Vorwärtsbewegung ist. Und das macht er sehr, sehr gut.”
Sané – der gerade in seinen ersten Jahren beim FC Bayern häufig für mangelhaftes Defensivverhalten kritisiert wurde – hatte in den ersten beiden WM-Spielen in der Startelf gestanden, konnte dabei aber nur selten glänzen. Bundestrainer Julian Nagelsmann nahm ihn gegen die Elfenbeinküste (2:1) nach einer Stunde vom Platz.
„Sollte er weiter starten? Eigentlich musst du sagen, ja! Weiter mit ihm”, betonte Effenberg. Im Spielverlauf habe man mit Backups wie Jamie Leweling bei Bedarf weitere Optionen in der Hinterhand.
Nagelsmann liefert kuriose Sané-Begründung
Nagelsmann hatte zwei Gründe für Sanés Auswechslung genannt. Zum einen wollte der DFB-Coach, dessen Team zum Zeitpunkt des Wechsels in Rückstand lag, „mehr Power“ ins Spiel bringen.
Zum anderen hatte er ein Problem Sanés mit den Platzbedingungen ausgemacht: „Man muss immer den Spielertypen in Verbindung mit dem Rasen sehen. Immer ins Eins-gegen-eins zu gehen, ist schwierig auf dem trockenen Platz.“
Nagelsmann hatte sich schon bei der Kadernominierung vehement für Sané ausgesprochen. Zu dem Profi von Galatasaray habe er einen „super Draht“. Er unterstrich: „Ich traue mir zu, den Spieler so zu kitzeln, dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen über ihn fallen werden als negative.“
Effenbergs Warnung an Nagelsmann
Bislang dürfte dieses Ziel noch nicht erreicht sein, mit Effenberg hat Sané aber mindestens einen weiteren prominenten Fürsprecher. Der SPORT1-Experte warnt nicht nur aus rein sportlichen Gründen davor, Sané nun aus dem Team zu nehmen.
Stelle man ihn nicht weiter in der Startelf auf, „dann rasierst du ihn und dann ist die Frage, ob das psychologisch so gut ist. Das könnte ihm dann richtig weh tun.”