Eigentlich sollte es nach dem deutschen Traumstart bei der WM keine großen Probleme geben. Doch einmal mehr ist Leroy Sané trotz des 7:1-Erfolgs gegen Curacao in den Fokus vieler Kritiker gerückt. Mario Basler hat in der SPORT1-Sendung WM Aktuell überraschend reagiert – und stattdessen Klartext zu Joshua Kimmich gesprochen.
WM 2026: Kimmich? "Dann werden wir ein blaues Wunder erleben"
Kimmich? Basler spricht Warnung aus
Der Kapitän der Nationalmannschaft könne laut des Experten sogar eine große Schwäche der deutschen Mannschaft werden. „Was viele nicht sehen, ist, dass Kimmich eigentlich rechter Verteidiger ist. Aber gegen Curacao war er fast nur im Mittelfeld aufzufinden“, begann Basler.
„Er hat die rechte Seite völlig vernachlässigt. Das soll er mal machen, wenn Mbappé da steht. Das soll er mal machen gegen die Elfenbeinküste, dann werden wir schon am Wochenende ein blaues Wunder erleben“, prophezeite Basler.
Kimmich? „Du musst deine Position halten“
Der Ex-Profi monierte, dass Kimmich auch beim FC Bayern mehr Zurückhaltung guttun würde. „Du musst deine Position halten. Das hat er in den letzten Wochen auch beim FC Bayern nicht getan: überall rumgerannt, sich hinter der Abwehr teils die Bälle geholt. Wenn Kimmich seine Position nicht hält, werden wir große Probleme über unsere rechte Seite bekommen.“
Im Gegensatz zur Kimmich-Thematik schlug Basler bei einem weiteren DFB-Star ruhigere Töne an. Der 57-Jährige hatte in den vergangenen Monaten immer wieder verbal seine Abneigung gegenüber Sané geäußert. Nun bekam er durch eine unauffällige Leistung eigentlich die Vorlage für die nächste Breitseite. In der 31. Minute hätte ein misslungener Hackenpass fast eine Großchance für Curacao eröffnet. Und auch in der Folge konnte der Offensivmann nicht wirklich überzeugen. Es folgte eine Welle der Kritik am Linksfuß.
Julian Nagelsmann hält dennoch eisern zu ihm – trotz der Kritik von Fans, Medien und Ex-Profis. Am Dienstag setzte Mitspieler und Kumpel Joshua Kimmich auf Nachfrage von SPORT1 zu einer großen Verteidigungsrede an. Nun sprang auch Basler, der sich ironisch als „größter Kritiker von Sané“ bezeichnete, dem Mann von Galatasaray zur Seite.
„In diesem Fall muss ich ihn ein wenig in Schutz nehmen. Ganz so schlecht habe ich ihn nicht gesehen. Na klar erwartet man mehr. Man darf aber nicht vergessen, dass er eine Katastrophen-Saison bei Gala hatte und teilweise nur auf der Bank gesessen hat – vor allem in den großen Spielen in der Champions League hat er nie gespielt“, sagte der Ex-Nationalspieler.
Basler überrascht mit Sané-Aussagen
Ohnehin, erklärte Basler, dürfe man von dem Auftritt des Rechtsaußen nicht überrascht sein. Es würden Dinge kritisiert werden, die seit Jahren angemerkt werden.
„Ich weiß nicht, ob man das aus einem Spieler noch rauskriegen kann. Die Körpersprache ist, das muss man deutlich sagen, eine Katastrophe. Wenn er einen Ball verliert, ist es ihm gefühlt egal. Irgendwer repariert schon“, so der Experte.
Als Rat gab Basler dem Ex-Münchner noch eines mit: „Er muss auch erst wieder das einfache Spiel machen, um in Form zu kommen. Aber wenn er überheblich spielt – und so wirkt er eben manchmal – wird es schwer.“