Nach dem bestätigten WM-Aus für Nico Schlotterbeck stellt sich so manchem Fan womöglich die Frage, ob Bundestrainer Julian Nagelsmann mit einer Nachnominierung auf den verletzungsbedingten Ausfall reagieren kann. Laut den Regularien der FIFA ist das allerdings nicht möglich. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund kann nicht durch einen zusätzlichen Spieler ersetzt werden.
WM: Nachnominierung für Schlotterbeck? Das sagen die Regeln
Nachnominierung? So sind die Regeln
Die FIFA schreibt vor, dass Nachnominierungen nur bis zu 24 Stunden vor dem ersten Turnierspiel einer Mannschaft möglich sind. Die einzige Ausnahme stellen Torhüter dar. Auf einen Ausfall zwischen den Pfosten dürfte man auch während des laufenden Wettbewerbs mit einer Nachnominierung reagieren.
Bei der Nachnominierung von Assan Ouédraogo für den verletzten Lennart Karl hatte die deutsche Nationalmannschaft noch kein WM-Spiel absolviert. Dementsprechend hatten die FIFA-Regularien es erlaubt, auf den Wegfall des Bayern-Juwels zu reagieren.
WM: So lange fällt Nico Schlotterbeck aus
Schlotterbeck hatte sich im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste in der ersten Halbzeit bei einem Zweikampf mit Amad Diallo einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen, weswegen er laut DFB „mehrere Monate“ ausfallen wird.
In der Halbzeit wurde er durch Antonio Rüdiger ersetzt, der erwartungsgemäß auch im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador neben Jonathan Tah in der deutschen Innenverteidigung auflaufen wird.
„Es hätte seine WM werden können“, hatte Nagelsmann über Schlotterbeck gesagt, der im weiteren Turnierverlauf bei der Nationalmannschaft in den USA bleiben wird. „Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung mit Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und Malick Thiaw weiterhin sehr gut aufgestellt für die WM“, zeigte sich der Bundestrainer zuversichtlich.