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WM: Matthäus zählt Antonio Rüdiger an

Matthäus zählt Rüdiger an

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht in zwei Personalien im deutschen WM-Kader Konfliktpotenzial. Vor allem Antonio Rüdiger redet er ins Gewissen.
Mit seinen Aktionen erhitzte Antonio Rüdiger erneut die Gemüter. Bayern-Experte und SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger ordnet die Situationen um das Enfant terrible und Bayerns Josip Stanisic ein.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht in zwei Personalien im deutschen WM-Kader Konfliktpotenzial. Vor allem Antonio Rüdiger redet er ins Gewissen.

Lothar Matthäus sieht in den Berufungen von Antonio Rüdiger und Alexander Nübel ins WM-Aufgebot ein gewisses Konfliktpotenzial. Vor allem Rüdiger zählte der Rekordnationalspieler an.

Der Abwehrspieler von Real Madrid habe mehrmals Dinge gemacht, „die Schlagzeilen produziert haben, die man nicht braucht und nicht lesen will. Er muss sich bei der WM absolut im Griff haben“, schrieb Matthäus in seiner Kolumne für die Sport Bild.

Antonio Rüdiger sorgt immer wieder für Schlagzeilen

Rüdiger steht wegen seiner Spielweise sowie Aktionen abseits des Rasens immer wieder im Blickpunkt. Im März geriet der 33-Jährige in die Schlagzeilen, als er im Ligaspiel gegen den FC Getafe seinem Gegenspieler Diego Rico das Knie ins Gesicht drückte. Schon damals hatte sich Matthäus kritisch zu Rüdiger geäußert.

Bundestrainer Julian Nagelsmann deutete später den Vorfall während der jüngsten Länderspielperiode etwas umständlich als „fußballspezifisch“ um.

Nach der viel diskutierten Kopf-ab-Geste in der Champions League gegen Atlético Madrid im vergangenen Jahr hatte Nagelsmann eine „rote Linie“ bei Rüdiger definiert. Die Nominierung war nicht unumstritten, auch weil sich Rüdigers Rolle verändert hat. Der einst gesetzte Abwehrchef ist nun hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck nur als Backup vorgesehen.

Nübel? „Das Problem wird die Mannschaft begleiten“

Weiteres Konfliktpotenzial sieht Matthäus auch bei den Torhütern. „Es hat mich gewundert, dass Alexander Nübel dabei ist als Nummer drei. Der dritte Torhüter ist eigentlich auch dafür da, für Harmonie pur zu sorgen“, schrieb der 65-Jährige und verwies auf Sven Ulreichs Rolle beim FC Bayern.

DFB-Rückkehrer Manuel Neuer und Nübel „mögen sich aber nicht, das war nach dem DFB-Pokalfinale zu sehen, das weiß man auch schon länger“, ergänzte Matthäus. Auch Nagelsmann wisse, dass die beiden scharfe Konkurrenten seien und nicht unbedingt ein Doppelzimmer teilen sollten: „Das Problem wird die Mannschaft begleiten, weil es einfach so ist. Darauf müssen alle aufpassen.“

Nübel war in den vergangenen drei Jahren an den VfB Stuttgart verliehen. Bei den Schwaben wurde der 29-Jährige nach der Saison offiziell verabschiedet. Da aber auch bei den Bayern das Torwart-Trio für die kommende Spielzeit fix ist, hat Nübel beim deutschen Rekordmeister aller Voraussicht nach keine Zukunft mehr.

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