WM 2026>

Woltemade genervt! "Warum ist das immer so gegeneinander?"

Diese Debatte nervt Woltemade

Die Besetzung der Position des Stürmers in der deutschen Nationalmannschaft wird seit Jahren intensiv diskutiert. Nick Woltemade bedauert das.
Nick Woltemade und Florian Wirtz stellen sich im Rahmen der WM-Vorbereitung in Herzogenaurach den Fragen von jungen deutschen Fans.
Die Besetzung der Position des Stürmers in der deutschen Nationalmannschaft wird seit Jahren intensiv diskutiert. Nick Woltemade bedauert das.

Wer spielt bei der anstehenden Weltmeisterschaft im Sturmzentrum der deutschen Nationalmannschaft? Deniz Undav, Kai Havertz, Nick Woltemade – oder jemand ganz anderes? Diese Frage führt im Kreise der DFB-Auswahl schon seit Jahren zu intensiven und mitunter grenzwertigen Diskussionen. Woltemade kann das nicht nachvollziehen.

„Ich finde es schade. Warum ist das immer so gegeneinander? Jeder kann seine Meinung haben, aber das bringt uns allen nichts. Wir kommen nicht voran, wenn alle sagen: ‚Sané soll nicht spielen, Woltemade und Havertz müssen raus. Undav muss spielen.‘ Wir sind so ein cooles Land, wir haben so eine geile Nationalmannschaft, so coole Spieler“, sagte Woltemade in der ZDF-Dokumentation „World Cup“ mit Moderator und Podcaster Tommi Schmitt.

Woltemade konnte in Newcastle nicht mehr glänzen

Während der WM-Qualifikation hatte Woltemade selbst seinen Stammplatz unter Bundestrainer Julian Nagelsmann im Prinzip sicher. Doch die Lage hat sich geändert, seit Monaten läuft es für den 24-Jährigen im Verein nicht mehr rund.

Bei Newcastle United gelang ihm im gesamten Kalenderjahr 2026 lediglich ein Treffer in der Premier League. „Ich habe ehrlicherweise eine enorme Erleichterung, wenn ich ein Tor schieße. Ich merke das wirklich direkt, weil du weißt: Du hast deinen Job erledigt, du hast ein Tor geschossen“, verriet Woltemade.

Zu sehr will er sich von seiner Statistik allerdings nicht beeindrucken lassen. „Es hat seine Gründe, ich habe auf einer ganz anderen Position gespielt. Dort stand das Toreschießen nicht im Vordergrund. Ich bin aber ganz entspannt“, erklärte der Offensivspieler seine schwierige Situation, die ihn grundsätzlich stört: „Was mich aber viel mehr nervt, ist, was daraus gemacht wird. Wenn alle weiter sagen: ‚Der schießt keine Tore‘, dann denke ich mir: ‚Ja, ich spiele doch ganz woanders!‘“ 

Auf die WM-Nominierung hat Woltemade indes sehr hingefiebert. „Das war die ganze Zeit ein großes Thema. Wenn ich abends im Bett lag und zur Ruhe gekommen bin, dachte ich: ‚Fuck.‘ Ich habe dann ein- bis zweimal mit Julian geschrieben. Er meinte: ‚Ey, bleib entspannt. Ich vertraue auf deine Fähigkeiten.‘ Das hat mir inneren Frieden gegeben. Das hat mir sehr geholfen“, erläuterte der frühere Stuttgarter.