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Wutausbruch von Irans Kapitän: Ein "Desaster"

Wutausbruch von Irans Kapitän

Der Iran bestreitet die WM unter besonderen Umständen. Nach dem Spiel gegen Neuseeland und einem Kabinenbesuch von FIFA-Präsident Gianni Infantino muss die Mannschaft die USA sofort wieder verlassen.
In einem umkämpften Spiel trennen sich der Iran und Neuseeland 2:2. Die "Kiwis" bleiben damit weiterhin ohne Sieg bei einer WM.
Der Iran bestreitet die WM unter besonderen Umständen. Nach dem Spiel gegen Neuseeland und einem Kabinenbesuch von FIFA-Präsident Gianni Infantino muss die Mannschaft die USA sofort wieder verlassen.

Spiel vorbei, und sofort wieder raus aus den USA: Die Nationalmannschaft des Iran hat nach dem 2:2 (1:1) gegen Neuseeland in Los Angeles noch am selben Abend wieder die Rückreise ins Trainingscamp im mexikanischen Tijuana antreten müssen. Dabei sei, wie Mannschaftskapitän Mehdi Taremi nach dem Spiel erbost berichtete, für Dienstagvormittag zunächst noch ein Regenerationstraining vorgesehen gewesen, „und erst dann sollten wir nach Tijuana aufbrechen“.

Stattdessen wurden die Iraner zur sofortigen Abreise aufgefordert. „Das ist nicht für uns und den Fußball“, ereiferte sich Taremi. Ohnehin seien die Gesamtumstände ein „Desaster“, ergänzte er: „Wir haben unser Medienteam nicht, wir haben unseren Verbandspräsidenten nicht, auch Teile vom Staff, die so wichtig sind für uns.“ Bei einer WM aber müsse man sich gut auf das nächste Spiel vorbereiten können.

Iran schießt gegen die FIFA

Taremi beklagte die fehlende Unterstützung seiner Mannschaft, auch von Seiten des Weltverbandes. „Die FIFA könnte uns mehr helfen“, sagte der Stürmer vom Olympiakos Piräus. Zugleich berichtete er, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Kabine der Iraner gewesen sein, diesem aber wohl auch die Hände gebunden seien.

„Natürlich will er uns helfen. Aber es geht auch um andere Dinge“, sagte Taremi, der sich zum wiederholten Mal äußerte. Im Vorfeld hatte er betont, dass die Vorfreude auf die Fußball-WM durch die außergewöhnlichen politischen Umstände rund um seine Mannschaft getrübt werde.

„Wir haben nicht dasselbe, schöne Erlebnis wie bei vorherigen Weltmeisterschaften“, sagte der Angreifer am Tag vor dem Turnier-Auftakt am Montag.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)