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Julian Nagelsmann tritt zurück!

Nagelsmann tritt zurück!

Julian Nagelsmann hat sich entschieden: Der Bundestrainer hört nach dem WM-Debakel auf.
Die Zeichen stehen auf Trennung: Julian Nagelsmann wird wohl bald nicht mehr Bundestrainer sein. Doch wer stünde als möglicher Nachfolger bereit? SPORT1 checkt drei prominente Kandidaten.
Julian Nagelsmann hat sich entschieden: Der Bundestrainer hört nach dem WM-Debakel auf.

Die Entscheidung ist gefallen! Julian Nagelsmann wird nach SPORT1-Informationen in Folge des WM-Debakels als Bundestrainer zurücktreten. Die Bild-Zeitung und Sky hatten zuerst berichtet.

Der 38-Jährige wird also der gesichtswahrenden Lösung zustimmen, die ihm bei einem Krisengespräch in der DFB-Zentrale nahegelegt worden war. Das Aus für Nagelsmann war unausweichlich, alles deutete bereits auf eine Trennung hin.

Am Donnerstagvormittag hatte die DFB-Spitze Nagelsmann zu einem Krisengipfel in die Verbandszentrale in Frankfurt/Main geladen. Dieses Treffen sorgte nun für ein endgültiges Umdenken bei Nagelsmann.

In der Nacht zu Dienstag war die deutsche Mannschaft im Sechzehntelfinale in Foxborough gegen Paraguay (3:4 i.E.) ausgeschieden. „Ich stehe bereit, wenn man das möchte, und wenn man mich nicht möchte, muss man mir das sagen“, hatte Nagelsmann anschließend bei MagentaTV gesagt und im ZDF ergänzt: „Ich bin keiner der wegläuft.“ Nagelsmann hatte das Amt im September 2023 von Hansi Flick übernommen.

DFB-Plan: Nagelsmann zum Rücktritt bewegen

Die Gründe für das Vorgehen des DFB, Nagelsmann zum Rücktritt zu bewegen, sind vielschichtig: So wollen die Bosse um DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Geschäftsführer Andreas Rettig, Sportdirektor Rudi Völler sowie Vize-Präsident Hans-Joachim Watzke genau die Geschlossenheit symbolisieren, die sie in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaut haben.

Selbst Völler, bislang Nagelsmanns größter Unterstützer, soll von seinem Schützling abgerückt sein.

Nagelsmann hatte sich vor der Rückkehr aus den USA noch Illusionen hingegeben, sein Job sei zu retten. Er werde den Bossen schon „Argumente liefern“ für seine Weiterbeschäftigung, sagte er gewohnt selbstsicher. Der Verband wisse, was er an ihm habe. „Jeder weiß, wie ich als Trainer ticke.“

Die Verbandsspitze hörte sich Nagelsmanns Version des Scheiterns zwar noch an, ihr Urteil aber war klar. Eine Abfindung in Höhe eines Jahresgehalts sollte Nagelsmann, der noch bis zur EM 2028 gebunden ist, den vollzogenen Ausstieg schmackhaft machen.

Wie SPORT1 erfahren hat, wiegt beim DFB das Finanzielle aber deutlich schwerer als die öffentliche Wahrnehmung. Denn durch das frühe Ausscheiden gingen den Verantwortlichen mehrere Millionen an FIFA-Prämien durch die Lappen.

Nagelsmanns Arbeitspapier war bis Sommer 2028 gültig und hätte dem Übungsleiter geschätzte sieben Millionen Euro pro Jahr eingebracht. Hätte sich Nagelsmann nicht zu einem freiwillig Rücktritt entschieden, hätte er also noch rund 14 Millionen (zwei Jahresgehälter) einstreichen können – auch bei einer Entlassung.

Beerbt Klopp Nagelsmann?

Einen Nachfolger gibt es noch nicht, als erster Kandidat gilt der frühere Dortmunder und Liverpooler Meistertrainer Jürgen Klopp.

„Alles“, schrieb die SZ, deute auf den 59-Jährigen als Nachfolger hin.

Dass der frühere Dortmunder und Liverpooler Meistermacher übernehmen werde, sei „so sicher wie das Amen in der Kirche“, zitierte der Spiegel einen „einflussreichen Topmanager eines Spitzenklubs“ der Bundesliga. Noch hat er einen Vertrag als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull bis 2029, wo er „gerne“ arbeite. Es soll aber mindestens eine mündliche Zusage geben, wonach er bei einem DFB-Angebot aussteigen kann.

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Mit Sport-Informations-Dienst