Alphonso Davies hat bei der Weltmeisterschaft letztlich nur 15 Minuten lang gespielt. Als die kanadische Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen Marokko (0:3) dringend einen Retter gebraucht hätte, saß der Außenverteidiger des FC Bayern teilnahmslos auf der Bank.
Davies-Rätsel gelöst!
Davies-Rätsel gelöst
Davies – der seit Anfang Mai pausieren musste – hatte sich im ersten K.o.-Spiel Kanadas gegen Südafrika zurückgemeldet, bei seinem Kurzeinsatz nach einer Muskelverletzung sorgte er auch gleich für frischen Wind. So mancher Fan dürfte daher auf einen Startelfeinsatz im Spiel gegen Marokko gehofft haben, doch einmal mehr fehlte der 25-Jährige beim Anpfiff.
„Sein Oberschenkel hat sich nicht richtig angefühlt“, erklärte Kanadas Trainer Jesse Marsch laut Sports Illustrated: „Wir hatten gehofft, dass es ihm heute Morgen, als er aufwachte, besser gehen würde … Es hat ihn mehr als jeden anderen umgebracht.“
Risiko zu hoch: Davies spielt nicht
Davies bestätigte diese Darstellung: „Er fragte, ob ich bei 100 Prozent bin“, berichtete der Pechvogel von seinem Gespräch mit Marsch. „Ich habe ihm ehrlich gesagt: nein. Wir wollten Spieler auf dem Platz haben, die bei 100 Prozent sind. Ich hatte das Gefühl, dass ich noch nicht so weit war.“
Auch ohne ihren nominellen Kapitän lieferte der WM-Gastgeber eine couragierte Leistung und geriet erst in der 50. Minute durch einen Treffer von Azzedine Ounahi in Rückstand.
Wer nun auf Davies hoffte, sah sich erneut enttäuscht. Der Außenverteidiger war offensichtlich schlicht nicht einsatzbereit: „Ich denke, es war die richtige Entscheidung, ihn zu schonen und ihn für seine Karriere vollständig fit zu kriegen“, erklärte Marsch bei TSN.
Der Bayern-Spieler lerne nun, seinem „Körper zu vertrauen. So sehr er auch spielen wollte, es war das Risiko einfach nicht wert.“ Auch wenn am Tag vor dem Spiel bei einem MRT keine Probleme bei Davies festgestellt worden seien.
Der Nationalspieler hatte sich im Saisonendspurt mit dem FC Bayern verletzt, seine WM-Teilnahme stand zwischenzeitlich auf der Kippe. In der vergangenen Saison war er wiederholt ausgefallen – auch deshalb haben die Münchner jüngst Linksverteidiger Nathaniel Brown verpflichtet.