So stark Michael Olise bei dieser Weltmeisterschaft begonnen habe, so sehr habe der Offensivstar des FC Bayern zuletzt nachgelassen – das war jedenfalls die Meinung eines französischen Journalisten, der Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps am Freitag allerdings vehement widersprach.
Deschamps verteidigt Michael Olise und schwärmt von Dayot Upamecano
Das sagt Deschamps zu Olise
„Ich finde das ein bisschen zu streng“, sagte Deschamps auf der Pressekonferenz vor dem Spiel um Platz drei gegen England (Samstag, 23 Uhr im LIVETICKER). „Im Spiel gegen Spanien war er nicht in Bestform. Genau wie andere Spieler auch“, nahm der 57-Jährige für die 0:2-Niederlage im Halbfinale auch andere Stars in die Verantwortung.
Olise hatte mit je zwei Torvorlagen in den ersten beiden Gruppenspielen gegen den Senegal und den Irak geglänzt und auch im ersten K.o.-Spiel gegen Schweden zwei Tore vorbereitet. Seitdem wartet der 24-Jährige auf eine weitere direkte Torbeteiligung.
Olise? „Ihr wart nicht gerade zimperlich“
Für Deschamps kommt Olise in der Berichterstattung zu schlecht weg, gerade auch in Bezug auf dessen Anfangszeit in der Équipe Tricolore. „Ihr wart nicht gerade zimperlich mit ihm, oder?“
Es brauche eben manchmal seine Zeit, „und er hat trotz allem noch Luft nach oben“, betonte der scheidende französische Nationaltrainer, der weiter an Olise glaubt: „Wird er besser werden? Natürlich wird er noch besser werden.“
„Upamecano ist heute ein echtes Monster“
Dann zog Deschamps einen Vergleich zu Olises Bayern-Teamkollege Dayot Upamecano, der sich auch erst entwickeln musste. „Upamecano ist heute ein echtes Monster. Ich nenne ihn das kleine Monster.“
Deschamps verwies auf das „Gewicht des Trikots“, das man spüre, wenn man das „Privileg hat, es tragen zu dürfen“.