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Weil Deutschland bei der WM scheiterte, bleibt sein Rekord einmalig

Sein WM-Rekord bleibt einmalig

Heute vor 44 Jahren war Torhüter Dino Zoff Rückhalt bei Italiens WM-Finalsieg über Deutschland 1982. Er ist bis heute der älteste Weltmeister der Geschichte.
Dino Zoff während des WM-Finals 1982 gegen Deutschland
Dino Zoff während des WM-Finals 1982 gegen Deutschland
© IMAGO / Sven Simon
Heute vor 44 Jahren war Torhüter Dino Zoff Rückhalt bei Italiens WM-Finalsieg über Deutschland 1982. Er ist bis heute der älteste Weltmeister der Geschichte.

Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt – und hält noch immer den beeindruckenden WM-Rekord, den Manuel Neuer in diesem Jahr gern eingestellt hätte.

Heute vor 44 Jahren holte Torhüter-Legende Dino Zoff bei der Weltmeisterschaft 1982 mit Italien den Titel – als mit Abstand ältester Spieler der Geschichte. 40 Jahre und 133 Tage alt war Zoff, als sein Team Deutschland im Finale von Madrid mit 3:1 besiegte.

Mehr noch als die Torschützen Paolo Rossi, Marco Tardelli und Alessandro Altobelli (für Deutschland betrieb Paul Breitner Ergebniskosmetik) ist die Altersleistung Zoffs in Erinnerung. Und dadurch, dass der WM-Traum für Neuer – inzwischen so alt wie Zoff damals – und das DFB-Team in diesem Jahr früh platzte, bleibt sie historisch einzigartig.

Das Vermächtnis des heute 84-Jährigen ist aber noch weit umfangreicher.

Dino Zoff: Eine Karriere wie gemalt

112 Länderspiele bestritt der wortkarge Torhüter für Italiens Fußball-Nationalmannschaft, große Titel legen sich wie eine Klammer um seine Nationalmannschaftskarriere.

In seinem erst vierten Einsatz für die Azzurri wurde er Europameister, als Italien sich im Finale 1968 in Rom gegen Jugoslawien durchsetzte. 14 Jahre später folgte in seinem letzten Länderspiel die Krönung im Estadio Santiago Bernabeu.

In den Jahren 1972 bis 1974 erzielte er zudem einen Rekord, als er im Tor der Nationalmannschaft 1143 Minuten ohne Gegentreffer blieb.

„Arbeit ist wie eine Religion mich“

Keiner seiner Erfolge ist Zoff dabei in den Schoß gefallen, darauf legt er großen Wert. „Alles was ich erreicht habe, habe ich durch harte Arbeit geschafft“, sagte er vor einigen Jahren. Die Jugend in Mariano del Friuli, einem 1500-Seelen-Dorf im Friaul, habe ihn geprägt.

Sein Vater, ein Landwirt, habe „jeden Tag geschuftet“, um die Familie zu ernähren. „Arbeit ist deshalb wie eine Religion für mich“, hat der gelernte Mechaniker einmal gesagt.

Auch der Sport war für den Torwart immer eher Arbeit als Show. Wenn es eine Regel in Zoffs Leben gäbe, würde sie lauten: „Falle nicht durch Geschwätz auf, sondern durch Taten.“ Daran habe er sich immer gehalten.

Zahlreiche Titel mit Juventus

Auf Vereinsebene hatte Zoff seine erfolgreichste Zeit bei Juventus Turin, wo er sechs italienische Meisterschaften, zwei Pokalsiege und den Triumph im UEFA-Pokal 1977 feierte.

Für die Alte Dame bestritt er die unglaubliche Zahl von 330 Spielen in Folge. Auch als Trainer arbeitete Zoff später erfolgreich. Mit Juventus holte er 1990 noch einmal den UEFA-Cup, später betreute er Lazio Rom, wo er kurzzeitig sogar zum Vereinspräsidenten aufstieg.

Von 1998 bis 2000 betreute er zudem die italienische Nationalmannschaft und führte sie ins Finale der EM 2000, welches sein Team gegen Frankreich in der Verlängerung verlor.

Aufgrund heftiger Kritik, unter anderem von Italiens damaligen Ministerpräsident Silvio Berlusconi, trat Zoff zurück. Nach einer letzten Station als Trainer der AC Florenz zog er sich 2005 aus dem Fußballgeschäft zurück.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)