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Effenberg nennt Alternative zu Klopp - und wirft DFB ersten Fehler im Poker vor

Effenberg nennt Klopp-Alternative

Jürgen Klopp scheint auf dem besten Wege zu sein, neuer Bundestrainer zu werden. SPORT1-Experte Stefan Effenberg bringt aber noch einen anderen Namen ins Spiel.
Jürgen Klopp äußert sich bei Magenta TV erstmals nach dem Aus von Julian Nagelsmann zur vakanten Stelle als Bundestrainer. Grundsätzlich ist er für Gespräche offen, bittet aber um Zeit. Außerdem hat er noch einen Vertrag mit Red Bull.
Jürgen Klopp scheint auf dem besten Wege zu sein, neuer Bundestrainer zu werden. SPORT1-Experte Stefan Effenberg bringt aber noch einen anderen Namen ins Spiel.

Der DFB hat sogar schon öffentlich verkündet, dass er ihn will, Jürgen Klopp selbst bestätigte am Freitag ebenso, dass ihn der Bundestrainer-Posten reizt – alles klar also bei der Nachfolgeregelung für Julian Nagelsmann?

SPORT1-Experte Stefan Effenberg tritt auf die Bremse. Er sieht das forsche Vorgehen des Verbandes bei der Bundestrainersuche kritisch – und bringt eine Alternative zu Klopp ins Spiel.

Effenberg weist DFB wegen Jürgen Klopp zurecht

„Man kann darüber streiten, ob das so geschickt war“, schreibt der Ex-Nationalspieler in seiner Kolumne für t-online: „Mein Gefühl ist: Beim Verband haben sie sich von der Öffentlichkeit zu dieser Äußerung treiben lassen. Das darf nicht sein, das sollte ihnen nicht nochmal passieren.“

Auch wenn beide Seiten Interesse bekundet haben, stellt Effenberg fest: „Sicher ist trotzdem noch nichts.“

Diese Klopp-Alternative empfiehlt Effenberg dem DFB als Bundestrainer

Während Mats Hummels zuletzt bei MagentaTV schon Pep Guardiola als möglichen Kandidaten genannt hat, möchte Effenberg „noch einen anderen Namen ins Gespräch bringen, dem ich vollauf zutraue, das Ruder bei der DFB-Elf herumzureißen. Ich bin nämlich überzeugt, dass auch ein Oliver Glasner all die Qualitäten mitbringt, die Nagelsmann hat vermissen lassen.“

Der 57-Jährige sieht Glasner durch seine Vita bestens vorbereitet für einen Job als Bundestrainer: „Er hat als Spieler über 400 Erstligapartien bestritten, er kennt das Geschäft in- und auswendig – und hat in seinen bisherigen Stationen bewiesen, was er kann: talentierte Mannschaften weiterentwickeln. Den VfL Wolfsburg hat er in die Champions League geführt, Eintracht Frankfurt zum Europa-League-Sieger gemacht – und in der abgelaufenen Saison mit Crystal Palace immerhin die Conference League gewonnen. Ich sage: Er könnte das – und wäre bereit für diese Aufgabe.“

Allerdings steht der Österreicher wohl schon kurz vor einem anderen Engagement: Glasner hatte seinen auslaufenden Vertrag bei Crystal Palace nicht verlängert und soll übereinstimmenden Berichten zufolge neuer Coach bei Nottingham Forest werden. Dort wurde die Trennung von Vitor Pereira zuletzt schon offiziell verkündet.

Sammer, Lahm, Schweinsteiger oder Mertesacker? Das sagt Effenberg

Ob mit Klopp, Glasner oder jemand anderem: Für Effenberg geht ein reiner Trainertausch in der Nationalmannschaft nicht weit genug: „Eine Veränderung auf dem Bundestrainer-Posten alleine reicht nicht aus. Es wäre ganz falsch, zu glauben, dass es mit der Einstellung eines Nagelsmann-Nachfolgers getan wäre. Das ist nur der erste Schritt.“

Auch auf der Führungsebene müsse es Änderungen geben. Einen Nachfolger für Geschäftsführer Andreas Rettig, der den DFB zum Jahresende verlässt, braucht es auf jeden Fall.  

„Verschiedene Namen werden schon gehandelt, von Matthias Sammer über Philipp Lahm bis hin zu Bastian Schweinsteiger oder Per Mertesacker. Für mich ist klar: Jeder von ihnen würde die nötige Qualifikation mitbringen“, erklärt Effenberg: „Alle vier haben eine extrem hohe fachliche und auch soziale Kompetenz, alle vier haben selbst auf höchstem Niveau gespielt, alle vier wissen auch aus eigener Erfahrung, im Umgang mit Spielern auch in schwierigen Situationen den richtigen Ton zu treffen.“