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WM: Embolo-Platzverweis war ein Fehler!

Folgenschwerer WM-Fehler bei Embolo

Der bittere Platzverweis von Breel Embolo war nicht im Sinne der Fußball-Regelhüter: Nun wird die brisante Klausel im Reglement angepasst.
Breel Embolo fliegt im WM-Viertelfinale vom Platz, weil eine neue Regel angewendet wird. Der Schweizer versteht die Welt nicht mehr. Ihm kommen die Tränen.
Der bittere Platzverweis von Breel Embolo war nicht im Sinne der Fußball-Regelhüter: Nun wird die brisante Klausel im Reglement angepasst.

Es war einer der Aufreger der Weltmeisterschaft: Breel Embolo flog im Viertelfinale der Schweiz gegen Argentinien wegen einer neu eingeführten Regel vom Platz. Oder genauer gesagt: wegen der Auslegung einer neuen Regel.

Unter Fans und Experten sorgte die Szene beim 1:3 der Nati damals für reichlich Gesprächsstoff – nun präzisierten die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) den entsprechenden Passus im Reglement.

Diese Regel sorgte bei der WM für Ärger

Es geht um die ominöse „Spielerverwechslung“, die „mistaken identitiy“, die dafür sorgte, dass Embolo nach einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz flog – nachdem der VAR eingegriffen hatte. Ursprünglich war Embolos Gegenspieler Leandro Paredes mit Gelb verwarnt worden.

Wie aus einer Mitteilung des IFAB hervorgeht, aus der The Athletic zitiert, soll der VAR aber nur dann eingreifen können, wenn es sich um eine echte Verwechslung handelt. Im vorliegenden Fall: Wenn der Schiedsrichter also zum Beispiel dem falschen argentinischen Spieler Gelb gezeigt hätte.

Embolos Platzverweis soll sich nicht wiederholen

Die eigentliche Tatsachenentscheidung, also das Foul und in diesem Fall die resultierende Karte, sei von der neuen Regel nicht betroffen und dürfe daher nicht überprüft werden. Legt man diese Präzisierung zugrunde, wäre Embolo der bittere und womöglich spielmitentscheidende Gang in die Kabine erspart geblieben.

Schon unmittelbar nach dem ersten Fall, in dem die „Spielerverwechslung“ bei der WM Anwendung fand, hatten Schiedsrichter-Experten wie Patrick Ittrich die Richtigkeit der Regelauslegung angezweifelt. Er hatte dabei auch von großer Uneinigkeit unter den Referees berichtet.

Im Fall des US-amerikanischen Spielers Tim Ream war die Regel gemäß Klarstellung des IFAB zuerst falsch angewendet worden. Dieser war im Gruppenspiel gegen Paraguay vom Schiedsrichter wegen eines vermeintlichen Fouls verwarnt worden. Auch hier hatte der VAR eine Überprüfung empfohlen, woraufhin die Entscheidung revidiert und stattdessen Reams paraguayischer Gegenspieler wegen Simulation verwarnt worden war.