Nico Schlotterbeck konnte das deutsche WM-Ausscheiden wegen eines Innenbandrisses im linken Sprunggelenk, den er sich im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste zugezogen hatte, nur von der Tribüne aus verfolgen. Nun hat sich der Innenverteidiger erstmals nach dem DFB-Debakel ausführlich zu Wort gemeldet.
Emotionale Schlotterbeck-Worte nach WM-Schock: "Geht mir einfach richtig scheiße"
Emotionales Schlotterbeck-Statement
„Zwei Tage später und der Schock sitzt immer noch genauso tief wie in der Sekunde nach dem Ausscheiden„, leitete Schlotterbeck sein ausführliches Statement auf Instagram ein. „Dass wir so aus dem Turnier gehen, tut unfassbar weh. Und ich werde nicht so tun, als wäre jetzt plötzlich wieder alles normal.“
Der BVB-Innenverteidiger blieb nach seiner Verletzung mit der Mannschaft in den USA und unterstützte seine Teamkollegen von außen. Ohne Schlotterbeck verlor die Nagelsmann-Elf sowohl im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador als auch im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.
Schlotterbeck hadert: „Konnte der Mannschaft nicht so helfen“
„Am meisten macht es mich fertig, dass ich der Mannschaft wegen meiner Verletzung nicht so helfen konnte, wie ich es mir vorgenommen hatte“, erklärte der 26-Jährige.
„Wer mich privat kennt, weiß, was ich in den letzten eineinhalb Jahren seit meiner Verletzung geopfert habe, um wieder so fit und stabil zu sein wie noch nie. Umso wütender macht es mich, dass ich in diesem Moment akzeptieren musste, dass mein Sprunggelenk nicht mehr mitgemacht hat.“
Schlotterbeck spielte sich beim BVB in der vergangenen Saison mit starken Leistungen in den Fokus. Durch die schwere Verletzung verpasst der Linksfuß nun sowohl die Vorbereitung als auch höchstwahrscheinlich den Saisonstart.
Das muss der ehrgeizige Abwehrmann erst noch verdauen. „Im Moment geht es mir einfach richtig scheiße. Ich bin enttäuscht, leer und weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das alles verarbeiten soll“, gab Schlotterbeck Einblicke in sein Innenleben.
Nach Verletzung: Schlotterbeck gibt Versprechen ab
Doch der BVB-Spieler gibt sich bereits im selben Zug kämpferisch und fügte an: „Aber eines kann ich euch versprechen!!! Ich werde auch diese Verletzung überstehen, alles dafür tun, noch stärker zurückzukommen als je zuvor und nicht aufhören, bis ich wieder auf dem Platz stehe.“ Diese Worte dürften gerade Dortmund-Trainer Niko Kovac freuen, der auf Schlotterbeck als Abwehrchef setzt.
Im letzten Abschnitt entschuldigte sich Schlotterbeck – wie zahlreiche Teamkollegen zuvor – für das frühe WM-Ausscheiden und bedankte sich für die Unterstützung: „Eure Unterstützung bedeutet mir mehr, als ich gerade in Worte fassen kann. Ich hoffe, ich kann euch das irgendwann auf dem Platz mit Taten zurückgeben!“