WM 2026>

Europarat zählt die FIFA nach der WM an

Was bleibt von der WM?

Die Demokratie-Wächter sehen die Endrunde in Nordamerika kritisch.
Europarat-Generalsekretär Alain Berset
Europarat-Generalsekretär Alain Berset
© AFP/AFP/Ludovic MARIN
Die Demokratie-Wächter sehen die Endrunde in Nordamerika kritisch.

Der Europarat hat sich am Ende der Fußball-Weltmeisterschaft besorgt über die Vorgänge bei der Endrunde in Nordamerika gezeigt und den Weltverband FIFA zum Handeln aufgefordert. Das von den USA als Co-Gastgeber ausgerichtete Turnier habe „Frage um Frage aufgeworfen“, sagte Europarat-Generalsekretär Alain Berset am Sonntag: „Die Feier endet heute Abend. Die Fragen bleiben.“

Die WM sei belastet gewesen durch politischen Druck, rassistische Beschimpfungen von Spielern sowie die Öffnung hin zu Wettmärkten, die Betrug Vorschub leisten, sagte Berset. Die FIFA solle sich darum kümmern, die „Integrität“ des Fußballs zu stärken. Laut des Schweizer Sozialdemokraten müsse noch am Sonntagabend „ein Arbeitsdialog beginnen, um bis zum Anpfiff der Weltmeisterschaft 2030 einen Integritätsrahmen zu erstellen“.

WM: Europarat fordert Konsequenzen von der FIFA

Der dubiose „Fall Folarin Balogun“ mit der Aufforderung des US-Präsidenten Donald Trump an FIFA-Chef Gianni Infantino, die Sperre gegen den US-Stürmer zu überprüfen, kritisierte Berset explizit: „Der politische Einfluss hat nun auch das Spielfeld erreicht. Wenn sich die Regeln unter Druck biegen, ist jedes Ergebnis anfechtbar.“

Der Europarat mit Sitz in Straßburg, dem 46 Mitgliedstaaten inklusive Deutschland angehören, wacht seit 1949 über Demokratie und Menschenrechte auf dem Kontinent.