WM 2026>

Diese Andeutungen von Mats Hummels könnten Staub aufwirbeln

Hummels offenbart Insider-Gespräche

Mats Hummels enthüllt Insider-Gespräche mit Staffmitgliedern aus DFB-Kreisen. Mit seiner kritischen Denkweise über die deutsche Nationalmannschaft sei er keineswegs allein gewesen.
Mats Hummels hat nach dem deutschen WM-Debakel mit dem DFB abgerechnet. Der TV-Experte forderte personelle Konsequenzen.
Mats Hummels enthüllt Insider-Gespräche mit Staffmitgliedern aus DFB-Kreisen. Mit seiner kritischen Denkweise über die deutsche Nationalmannschaft sei er keineswegs allein gewesen.

Die knallharte Abrechnung von Mats Hummels mit dem DFB-Team liegt noch nicht lange zurück. Und doch verspürt der Ex-Nationalspieler noch Redebedarf.

Gegenwind habe er, was seine Kritik angeht, kaum wahrgenommen. „Das hat mich ein bisschen überrascht. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass es zumindest ein paar Leuten nicht gefallen würde. Das Einzige, was ich gekriegt habe – und da sage ich natürlich auch keine Namen -, ist Bestätigung“, erzählte Hummels im Podcast „Alleine ist schwer“.

Hummels erklärt seine direkte Heransgehensweise

„Meine sehr direkte Herangehensweise muss nicht jedem gefallen“, fuhr Hummels fort, ehe er brisante Insider-Gespräche mit namentlich nicht näher genannten Personen aus dem Umfeld der deutschen Nationalmannschaft kundtat.

„Es gab einige Leute – aus ehemaligen und aktiven Fußballerkreisen – oder aus dem Staff rund um die Nationalmannschaft, die dann so zugestimmt haben. Und auch ein bisschen ihre persönlichen Geschichten erzählt haben. Da würde ich jetzt auch niemals die Namen nennen“, sagte Hummels.

„Da gibt es ein paar sehr interessante persönliche Geschichten, die eben auch die gleichen Dinge kritisiert haben, wie ich sie kritisiert habe“, fügte der 37-Jährige hinzu. Er sei mit seiner Kritik schließlich „sehr direkt“ gewesen, im Gegensatz zu manch anderen Personen und Experten.

„Manchmal denkt man sich: ‚Der hat eine starke Meinung. Find ich gut. Bin gespannt, was er dazu sagt.‘ Und dann kommt nichts“, sagte Hummels bestimmt: „Da kommt nichts.“

Und wieder nennt Hummels keine Namen

Auch in diesem Aspekt nannte der ehemalige BVB-Profi keine Namen und drückte zugleich sein Verständnis für die Zurückhaltung anderer aus: „Vielleicht hat man ein bisschen Angst, dass man sich für die Zukunft etwas verbaut. Aber da habe ich eine andere Herangehensweise. Ich glaube, dass das nötig ist, um Erfolg zu haben.“

Hummels hatte nicht nur personelle Konsequenzen und Rücktritte von namentlich nicht aufgeführten Spielern gefordert. Auch Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann bekam sein Fett weg.

Der 78-malige A-Nationalspieler fühlte sich von Nagelsmann – der ihn für die Heim 2024 trotz guter Leistungen nicht berücksichtigt hatte – unfair behandelt. Ehrlich sei dieser auch nicht zu ihm gewesen. Später stellte Hummels ein „privates Gespräch“ mit Nagelsmann in Aussicht.

„Es hat mich dann gestört, dass so getan wurde, als wäre es eine persönliche Vendetta, in irgendeiner Hinsicht. Wenn ich eine persönliche Vendetta habe, dann fällt die ein bisschen anders aus. Dann würde ich die Geschichten vielleicht jetzt auch erzählen, wer noch alles was erzählt hat und in die gleiche Kerbe schlägt“, bekräftigte Hummels.

Seine General-Kritik sei nicht aus heiterem Himmel gekommen und schon gar nicht erst nach dem blamablen K.o. gegen Paraguay: „Ich habe schon das ganze Turnier inhaltlich und sportlich kritisiert. Selbst nach dem Spiel gegen Curacao habe ich gesagt: ‚Oh, da sind einige Sachen dabei, die dürfen gegen bessere Mannschaften nicht passieren.‘ Gegen die Elfenbeinküste und Ecuador habe ich immer gesagt: ‚Das sieht in zu vielen Teilen nicht gut aus. Es gibt zu viele eklatante Probleme!'“

Dass es im Nachgang auf viele so gewirkt habe, dass Hummels nach dem Ausscheiden „auf einmal kritisch“ wird, störte den TV-Experten durchaus: „Weil ich vorher schon so einige Dinge angesprochen habe, die eben nicht gut genug sind, um etwas zu gewinnen.“