WM 2026>

Klopp als Bundestrainer: Wie viel BVB akzeptiert der FC Bayern?

Ein Name ist entscheidend

Mit der bevorstehenden Inthronisierung von Jürgen Klopp bekommt der DFB eine weitere Führungskraft mit Dortmunder Vergangenheit. Was denkt man in München darüber?
Jürgen Klopp soll bald als Bundestrainer unterschreiben. SPORT1 fasst den aktuellen Stand zusammen.
Mit der bevorstehenden Inthronisierung von Jürgen Klopp bekommt der DFB eine weitere Führungskraft mit Dortmunder Vergangenheit. Was denkt man in München darüber?

Der Zeitplan ist klar: Noch in dieser Woche soll Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer vorgestellt werden. Angesichts der Tatsache, dass der 59-Jährige eigentlich noch bei Red Bull unter Vertrag steht und bis Sonntag vor allem als TV-Experte aktiv war, eine rasend schnelle Entwicklung nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann.

Dass der DFB in der Trainer-Causa solch ein Tempo aufgenommen hat, ist vor allem auf Hans-Joachim Watzke zurückzuführen. Der Vizepräsident des Verbandes war es, der nach dem blamablen WM-Aus der Nationalmannschaft gegen Paraguay das Heft des Handelns in die Hand nahm und sofort alles auf eine Karte setzte.

Dabei half ihm sein weiterhin gutes Verhältnis zu Klopp, den Watzke als Geschäftsführer des BVB einst nach Dortmund geholt hatte. Beide Alphatiere schätzen sich sehr und machen den DFB jetzt gemeinsam ein Stückchen schwarz-gelb.

Wegen Klopp: Bayern sieht BVB-Einfluss gelassen

Im Verband musste in den vergangenen Jahrzehnten immer ein kompliziertes Machtverhältnis austariert werden. Zum einen ringen seither die Vertreter des Amateurfußballs mit den Profiklubs. Zum anderen durfte auch nie ein Top-Klub zu viel Einfluss auf den DFB gewinnen.

Dass bald eine kleine Dortmunder Fraktion den größten Einfluss innehat, hätte vor Jahren noch für Aufregung gesorgt. Aktuell sieht man das beim FC Bayern aber gelassen und befürwortet es sogar. Auch hier ist wieder ein Name entscheidend: Watzke.

Die Zeiten, in denen sich der 67-Jährige regelmäßig mit den Führungskräften des Rekordmeisters zankte, sind längst vorbei. Er pflegt mittlerweile insbesondere zu Bayerns Ex-CEO Karl-Heinz Rummenigge ein gutes Verhältnis.

Bayern-Bosse sind Watzke dankbar

Watzke kann sich SPORT1-Informationen zufolge derzeit darauf verlassen, dass es keine Querschüsse geben wird, denn auch an der Säbener Straße hält man Klopp für die einzig richtige Lösung.

Und: Die Münchner Führungsriege ist Watzke sogar dafür dankbar, dass er die Initiative ergriff und Bernd Neuendorf im Fall Klopp ein Stück weit an die Seite drängte.

Gegenüber dem DFB-Präsidenten, der bekanntlich aus dem Lager der Amateurfußballer stammt, gibt es schließlich seit jeher Vorbehalte. Offene Kritik will man in München aber aktuell nicht äußern, sondern lieber Watzkes Arbeit positiv begleiten.