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Kritik im Doppelpass! Felix Magath sieht große Mängel bei Julian Nagelsmann

Magath zerlegt DFB-Fußball

Klare Kritik an Julian Nagelsmann: Felix Magath bemängelt im FIROCKX.ONE WM Doppelpass vor allem die Stimmung, die rund um das DFB-Team herrschte.
Felix Magath wird als Stargast im FIROCKX.ONE WM Doppelpass direkt zu Sendungsbeginn gefragt, wie er die Zukunftsaussichten der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp bewertet. Dabei kann sich die Trainerlegende eine Spitze gegen Julian Nagelsmann nicht verkneifen.
Klare Kritik an Julian Nagelsmann: Felix Magath bemängelt im FIROCKX.ONE WM Doppelpass vor allem die Stimmung, die rund um das DFB-Team herrschte.

Bereits nach wenigen Sekunden hat Stargast Felix Magath im FIROCKX.ONE WM Doppelpass auf SPORT1 deutliche Worte in Richtung von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann gefunden. Unter dem designierten Nachfolger Jürgen Klopp werde auch nicht sofort alles besser werden, eine Sache sei jedoch sicher.

„Auf alle Fälle wird die Stimmung eine andere sein“, stellte Magath klar. „Jürgen Klopp hat so viel Erfahrung, dass er von Beginn an allein durch seine Persönlichkeit neuen Schwung reinbringt.“ Der ehemalige Liverpool-Coach sei „sehr kommunikativ. Das ist ja das, was Julian nicht war.“

„Toni Kroos hat Nagelsmann gerettet“

Entsprechend befinde sich Deutschland mit diesem Wechsel „auf dem richtigen Weg“, weshalb auch bei Magath „die Hoffnung da ist, dass wir 2030 wieder eine andere Rolle spielen als jetzt“. Dies ändere jedoch nichts daran, dass Magath ein vernichtendes Urteil zur Ära Nagelsmann zieht und die Besetzung als „krasse Fehlentscheidung“ bezeichnet. „Er war völlig überfordert. Deshalb ist in den drei Jahren mit ihm nichts vorwärts gegangen.“

Dass es anfangs bei der EM ordentlich lief, habe nicht an Nagelsmann gelegen: „2024 haben wir es uns alles schöngeredet, weil wir positiv sein mussten. Die sportlichen Leistungen waren auch 2024 nichts. Da hat er sich gerettet über den Dreh mit Toni Kroos. Toni Kroos hat Nagelsmann gerettet mit seinen taktischen Fähigkeiten.“

Deutschland? „Da schläft man doch ein!“

Als Positivbeispiel zieht Magath die Argentinier heran, von deren auf Intensität basierendem Fußball er sich begeistert zeigt. „Die spielen leidenschaftlich. Fußball lebt von Zweikämpfen. Dieses langweilige Ballgeschiebe, das zum Beispiel die deutsche Nationalmannschaft hat, da schläft man doch ein! Ich habe fast kein Spiel mehr über 90 Minuten gesehen.“

Zudem sei der deutsche Fußball beim Versuch, die Spielweise zu verändern, gnadenlos gescheitert. „Wir hatten die Stärken immer ohne den Ball. Aber wir haben die letzten Jahre versucht, unsere Stärken zu verändern. Wir wollten technisch und taktisch besser werden. Das hatte zur Konsequenz, dass wir drei Mal in der Vorrunde ausgeschieden sind.“

Deutschland? „Wir haben das aufgegeben“

Steffen Freund, Europameister von 1996, sieht insbesondere einen Punkt kritisch, was die Entwicklung im deutschen Fußball angeht. Dabei zieht er einen Vergleich zu England. „Um 2010 waren bei uns alle U-Mannschaften erfolgreich. Matthias Sammer war Sportdirektor, Jogi Löw hat die Nationalmannschaft mit Oliver Bierhoff geführt. Es gab eine positive Reibung und gleichzeitig gab es eine Philosophie, die alle beim DFB gelebt haben. Daran konnten sich alle Spieler orientieren.“

Während damals „alle Nationen aus Europa geschaut haben, wie es Deutschland macht“, sei dies mittlerweile anders. „Wir haben das aufgegeben in den letzten zwölf Jahren Schritt für Schritt und die anderen haben jetzt ihre Orientierung und bilden besser aus.“ Geht es nach dem Ex-Profi, unter anderem aktiv bei Borussia Dortmund und Tottenham Hotspur, sei dies der entscheidende Punkt, um wieder in die Weltspitze zurückzukehren.